Geänderte Verkehrsführung für den Emil-Groß-Platz
Kein Autoverkehr mehr im »Bermuda-Dreieck«

Bielefeld (WB). Eines der letzten »Schlupflöcher« für Autofahrer auf dem Weg vom Bielefelder Westen in die City soll dicht gemacht werden: der Emil-Groß-Platz. Der Bereich, auch »Bermuda-Dreieck« genannt, soll autofrei werden.

Mittwoch, 02.10.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 02.10.2019, 13:00 Uhr
Den Emil-Groß-Platz autofrei zu machen, das ist Ziel eines Teil der Politik. Zunächst gibt es eine Bürgerinfomation. Foto: Bernhard Pierel

Die Politik habe, so Hans-Jürgen Franz, Bezirksbürgermeister von Mitte, bereits einen Favoriten, um dieses Ziel zu erreichen: versenkbare Sperrpoller. Denn autofrei, das soll der kleine Platz zwischen Hans-Eilers-, Arndt- und Mercatorstraße auf jeden Fall werden. Franz sagt, ein Konzept müsse Rettungswagen und Lieferverkehr die Zufahrt erlauben, gleichzeitig aber den motorisierten Individualverkehr aussperren.

Wie das möglich gemacht wird, soll auf einer Bürgerinformation vorgestellt werden, zu der Franz für Dienstag, 8. Oktober, um 17 Uhr, in den Ratssaal (Neues Rathaus) einlädt.

Diverse Vorstöße in diesem Jahr

Die Grünen hatten mit einem Antrag im Januar den Anstoß gegeben, die Möglichkeiten durch die Verwaltung ausloten zu lassen, einen Prüfauftrag zu erteilen. Grund waren auch Sicherheitsfragen. Auch die Junge Union und die SPD könnten sich eine Erweiterung der Fußgängerzone um den Emil-Groß-Platz vorstellen. Anfang Februar sprach sich die Junge Union für eine Verkehrsberuhigung des Emil-Groß-Platzes aus. »Die nervigen und lächerlichen Angeberverkehre müssen dort endlich ein Ende finden«, sagte Ratsmitglied Alexander Rüsing. Auch für Fahrradfahrer sei die aktuelle Situation nicht optimal. Die SPD beschloss im Juni auf ihrem Parteitag, den Emil-Groß-Platz autofrei zu machen.

Im »Bermuda-Dreieck« haben sich eine Vielzahl von Lokalen angesiedelt. Es komme, so Franz, regelmäßig zu Konflikten zwischen Autofahrern, Radlern und Fußgängern und etwa den Nutzern der Außengastronomie. Der Bezirksbürgermeister: »Dazu kommt der Renommierverkehr«. Das sind Autofahrer, die wieder und wieder um den Block kurven. Andere nähmen eine Abkürzung aus dem Bielefelder Westen in die City und nutzten deshalb die enge Mercatorstraße. Die Erreichbarkeit des Parkhauses müsse weiter gewährleistet bleiben, wenn auch vielleicht anders als heute, so der SPD-Politiker.

Das Amt für Verkehr habe eine geänderte Verkehrsführung im Bereich Emil-Groß-Platz entwickelt, die auch eine zeitliche Zufahrtsbeschränkung enthalte.

Diese Zufahrten zum Emil-Groß-Platz könnten für Autofahrer gesperrt werden. Grafik:

Diese Zufahrten zum Emil-Groß-Platz könnten für Autofahrer gesperrt werden. Grafik:

Franz sagt, er ziehe versenkbare Sperrpfosten, die ja nur an maximal vielleicht drei Stellen nötig seien, feststehenden Pömpeln oder Schranken vor. Eine reine Ausweisung als Fußgängerzone hält er für unzureichend: »Dann ändert sich vermutlich nichts.«

Franz erinnert daran, dass bereits seit 2013 ein kleines Teilstück der Arndtstraße zwischen Frieden- und Mercatorstraße für den Autoverkehr gesperrt worden sei: »Das hat sich eingespielt.«

Ebenfalls zu einem Teil der Fußgängerzone geworden sei die Karl-Eilers-Straße zwischen Bahnhof- und Friedenstraße. Diese Sackgasse sei zunächst im Rahmen eines Verkehrsversuchs als Fußgängerbereich ausgewiesen worden. In Verbindung mit dem Neubau des Einkaufszentrums Loom sei es dann möglich geworden, das kleine Straßenstück auch optisch an die Fußgängerzone anzupassen. Fernziel, so Franz, sei es, auch den Emil-Groß-Platz zu einem Teil der Fußgängerzone zu machen.: »Genutzt wird der Bereich ja eigentlich so schon heute – zumindest während der Sommermonate.«

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