Versuchtes Tötungsdelikt im Jahnplatztunnel: Täter hatte Annäherungsverbot
Messerangriff: Opfer ist mehrfache Mutter

Bielefeld (WB). Knapp eine Woche nach dem versuchten Tötungsdelikt in der unterirdischen Stadtbahn-Haltestelle Jahnplatz werden weitere Details zum Tatverdächtigen und dem Opfer bekannt. So war vom Amtsgericht gegen den Bielefelder (45), der seine Ex-Lebensgefährtin (43) mit einem Messer attackiert und sehr schwer verletzt haben soll, vor geraumer Zeit ein Annäherungsverbot an die Frau erlassen worden. Das bestätigte Staatsanwältin Claudia Bosse.

Donnerstag, 26.09.2019, 04:00 Uhr aktualisiert: 26.09.2019, 13:08 Uhr
Nach dem Messerangriff auf eine Frau im Jahnplatztunnel war die Polizei mit einem Großaufgebot vor Ort. Foto: Christian Müller

Polizeieinsatz am Jahnplatz nach Messer-Attacke

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  • Polizeieinsatz am Jahnplatz nach Messer-Attacke
Foto: Kerstin Sewöster, Christian Müller
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Die Messerattacke am vergangenen Freitag vor zahlreichen Zeugen in der belebten unterirdischen Bahnhaltestelle war offenbar der blutige Höhepunkt einer bereits länger eskalierenden Situation. Den Angaben der Staatsanwältin zufolge habe die 43-Jährige in der Vergangenheit mehrfach Strafanzeige gegen ihren ehemaligen Lebensgefährten erstattet. Die Bielefelderin soll sich vom 45-Jährigen bedroht gefühlt haben. Schließlich erließ das Amtsgericht auf Antrag der Frau ein Annäherungsverbot gegen den mutmaßlichen Täter.

»Vielzahl von Messerstichen« in den Kopf

Die 43-Jährige habe eine »Vielzahl von Messerstichen« in den Kopf erhalten und liege weiter nicht vernehmungsfähig auf der Intensivstation eines Krankenhauses, sagte Bosse. Bei der niedergestochenen Frau handele es sich um eine mehrfache Mutter, bestätigte die Ermittlerin. Nähere Angaben zu Zahl und Alter der Kinder und ob es sich um gemeinsamen Nachwuchs des Opfers mit ihrem Ex-Lebensgefährten handele, machte die Staatsanwältin aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes nicht.

Der am Freitag in der unterirdischen Haltestelle Jahnplatz festgenommene Tatverdächtige sitze im Bielefelder Gefängnis in Untersuchungshaft, sagte Bosse. Wie berichtet, gingen mutige Zeugen beim Messerangriff gegen den 45-Jährigen vor und stoppten ihn.

Die Tat erinnert fatal an eine Attacke vom 4. Mai am Löllmannshof in Stieghorst. Dort hatte ein Bielefelder (27) ebenfalls seine Ex-Lebensgefährtin (25) mit einem Messer auf offener Straße angegriffen und schwer verletzt. Auch in diesem Fall bestand gegen den Mann ein Annäherungsverbot.

Kommentare

franz.B  wrote: 26.09.2019 11:56
Es ist wie immer... in unserer Demokratie
Unsere Demokratie ist mit den Gesetzen und insbesonderen deren Anwendung häufig zu schwach. Immer wieder gibt es Vorboten für schwere Straftaten, die nicht verhindert werden, weil die Anwendungen von Gesetzen zu lasch oder gar nicht durchgeführt werden. Wer wiederholt bedroht und somit nach dem Leben trachtet, gehört für eine gewisse Zeit in Beugehaft genommen. Damit könnte man auch unser "Cybermobbing" zumindest etwas einschränken.
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