Bielefeld-Million: Stadt weist 2000 Einsendungen als unbegründet zurück – Mit Video »Bielefeld gibt es!«

Bielefeld (WB/bp/dpa). »Bielefeld gibt es!« – Mit diesen Worten beendete Oberbürgermeister Pit Clausen den Wettbewerb #Bielefeldmillion – und die Bielefeld-Verschwörung.

Pfarrer Armin Piepenbrink-Rademacher, Martin Knabenreich, Oberbürgermeister Pit Clausen und Achim Held, Erfinder der Bielefeld-Verschwörung
Pfarrer Armin Piepenbrink-Rademacher, Martin Knabenreich, Oberbürgermeister Pit Clausen und Achim Held, Erfinder der Bielefeld-Verschwörung Foto: Burgit Hörttrich

2000 Einsendungen mit Beweisversuchen dafür, dass es Bielefeld nicht gibt, waren innerhalb von vier Wochen eingegangen: vom Comic bis zur Anwendung aus dem Bereich der Quantenphysik. Mit wissenschaftlicher Hilfe seien die vorgeblichen Beweise überprüft – und abgewiesen worden.

Der Oberbürgermeister darf die Million behalten und enthüllte einen 600 Kilo schweren Stein zum Gedenken der Verschwörung, die sich immerhin 25 Jahre gehalten hat. Der Stein soll in Zukunft Station bei den Stadtführungen werden.

350 Einsendungen aus dem Ausland

Mit der Marketing-Aktion hatte die Stadt einen Schlussstrich unter die immer wieder aufflackernde Verschwörungstheorie ziehen wollen, dass es die Stadt in Wahrheit nie gegeben habe. Sie geht zurück auf einen vor 25 Jahren im Internet aufgetauchten satirisch gemeinten Text. Der Witz »Bielefeld gibt’s doch gar nicht« hatte sich zum Dauerbrenner entwickelt, den Bielefelder immer wieder zu hören bekamen, wenn die Sprache auf ihre Heimatstadt kam.

Mit der selbstironischen Millionenofferte hatte die Marketing-Abteilung im August für Aufsehen gesorgt. Der Hashtag #Bielefeldmillion verbreitete sich rasend, auch internationale Medien griffen die Geschichte auf. Rund 2000 Menschen beteiligten sich Angaben der Macher an dem Wettbewerb. Mit wissenschaftlichen Abhandlungen, Kinderbildern, Comics oder historischen Karten versuchten sie Bielefelds nicht Existenz zu belegen. 350 Einsendungen kamen aus dem Ausland.

Kommentare

Das...

...war doch sowas von klar!!! Ein gelungener PR-Gag des Bürgermeisters, der Bielefeld in alle Medien gebracht hat!!!

#Bielefeldmillion

#Bielefeldmillion
#Bielefeldmillionenspende
Nach der erfolgereichen amtlichen Bestaetigung ihrer Existenz haben die Bielefelder beschlossen, die fuer den Nichtexistenzbeweis ausgelobte Millionen fuer einen guten Zweck zu spenden.
Sie steigen hiermit unermesslich in meiner Achtung. Danke Bielefeld.



Schade, dass das von mir frei erfundene Fake-News sind, nicht wahr?

#Bielefeldmillionenspende

Da - wie wir alle wissen - der Stein heute quasi aus dem nichts auftauchte (Ansonsten haette er ja frueher, vielleicht sogar von Anfang an, in Auftrag gegeben worden sein muessen, was zumindest bedenklich aber auch bedenkenswert waere.) und sich der nun amtlich beglaubigte Bielefelder wie Bolle freut,
schlage ich vor, die Million fuer einen guten Zweck zu spenden oder alternativ jedem Teilnehmer pro Teilnahme 500 Euro zu geben.

Dies waere der Glaubwuerdigkeit der gesamten Aktion eher nicht abtraeglich.

Ausserdem waere der Kontoauszug (die Kontoauszuege) der endgueltige Beweis, das es Bielefeld gibt.

Niemand wuerde schliesslich einfach so mit “Bielefeld” als Auftraggeber 1 Million Euro an irgendwelche Spielverlierer oder fuer einen guten Zweck ueberweisen.

Ich zumindest nicht.

Der Stein ist gut, aber alles?

Das Ergebnis war vor vornherein klar, der Stein ist jedoch eine gute Idee!

Aber so ein wenig mehr hatte ich mir schon erhofft...wenn auch nicht die Million (die vermutlich nie zur Verfügung stand?!) dann vielleicht 2000 € an SOS Kinderdorf oder Bethel oder... (für jeden der 2000 Teilnehmer einen Euro z. B.)...

Wäre doch eine Idee...

4 Kommentare

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