Beschmierungen in Ummeln – Verein »Aktion Lebensrecht für Alle« will Strafanzeige stellen
Sprayer zerstören Plakate

Bielefeld (WB). Zwei große Werbebanner der »Aktion Lebensrecht für Alle« (Alfa) wurden mutwillig beschmiert und unleserlich gemacht. Der Verein will jetzt Strafanzeige wegen Sachbeschädigung stellen.

Montag, 09.09.2019, 08:00 Uhr
Unbekannte haben in Ummeln Plakate der »Aktion Lebensrecht für Alle« (Alfa) beschmiert. Auf den Bannern wird für den »Marsch für das Leben« geworben. Foto: Kerstin Sewöster

»Wir haben uns zunächst überlegt, die Banner reinigen zu lassen, aber gerade die schwarze Farbe ist extrem schwierig zu lösen«, erklärt Andreas Pegel. Der Vorsitzender von Alfa Regional Bielefeld kann den Zeitpunkt der Beschädigung stark eingrenzen: »Die Beschmierung geschah am Freitag zwischen 8 und 12 Uhr – also am helllichten Tag.«

Der materielle Schaden sei indes nicht so hoch, erläutert Pegel weiter. Ärgerlich sei vielmehr, dass auf den an der Gütersloher Straße in Bielefeld-Ummeln aufgestellten Bannern für den »Marsch für das Leben« geworben wurde. Deshalb will der Verein jetzt möglichst schnell neue Banner drucken lassen – »auch wenn die dann nur noch eine Woche hängen«.

»Marsch für das Leben« gibt es seit zehn Jahren

Seit etwa zehn Jahren ruft die Aktion Lebensrecht für Alle zum »Marsch für das Leben« auf. Die Mitglieder treten für das »uneingeschränkte Lebensrecht jedes Menschen« ein, lehnen Abtreibung ab und sehen auch in der verbrauchenden Embryonenforschung Forschung an nichteinwilligungsfähigen Patienten und Klonen Bedrohungen des Lebens. Auf ihrer Internetseite will Alfa auch konkrete Hilfestellung für schwangere Frauen bieten.

Die Alfa Region Bielefeld wurde im November vergangenen Jahres gegründet. Andreas Pegel ist seit fünf Jahren bei der Aktion dabei und organisiert den »Marsch für das Leben« von Bielefeld aus mit. »Der Marsch findet immer am dritten Samstag im September statt«, berichtet er auf Anfrage. Zu besten Zeiten sei man in Bielefeld mit drei Bussen gestartet.

Teilnehmer aus ganz Deutschland kommen am 21. September um 13 Uhr in Berlin vor dem Reichstagsgebäude zusammen. Dann geht es gemeinsam auf einer etwa fünf Kilometer langen Tour durch die Berliner Innenstadt. Der Marsch endet mit einem Gottesdienst wiederum am Reichstagsgebäude. Andreas Pegel geht von insgesamt ungefähr 7500 Teilnehmern aus.

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