Veranstaltung ausgebucht – Experten berichten über Klimawandel und Borkenkäfer-Probleme – Mit Video
120 Teilnehmer beim 4. WESTFALEN-BLATT-Waldspaziergang

Bielefeld (WB). Zwei Stunden Zeit waren eingeplant, es wurden mehr als drei Stunden: Der WESTFALEN-BLATT-Waldspaziergang zeigt eindrucksvoll das große Interesse der Bielefelder an dem Thema mit aktuellen Käfer- und Klimaausfällen. Die Veranstaltung ist bereits seit längerem ausgebucht .

Sonntag, 08.09.2019, 16:04 Uhr aktualisiert: 08.09.2019, 16:06 Uhr
Der Spaziergang dauerte drei Stunden. Foto: Hans-Heinrich Sellmann

4. WESTFALEN-BLATT-Waldspaziergang

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Foto: Hans-Heinrich Sellmann
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  • Foto: Michael Diekmann
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Vier Förster führen 120 Teilnehmer in der Senne. »Lassen Sie die Waldbesitzer nicht im Regen stehen«, hatte Erhard Oehle, Bielefelds Revierförster des NRW-Landesbetriebes, den Teilnehmern bei seiner Begrüßung zugerufen. Nicht nur das Wetter servierte statt angekündigtem Regen sonnige drei Stunden, das Interesse der Leser an den Wald-Themen sprengte bei dieser inzwischen vierten Auflage fast den Rahmen. Die von Erhard Oehle ausgewählte Strecke von Haus Neuland in die Senne bot den Gästen auf fünf Kilometern die ganze Bandbreite von Idylle bis zu großen Totholzflächen.

Für die Förster Oehle, Johanna Ahlmeier und Markus Rübsamen sowie Ranger Aaron Gellern bietet der Aktionstag die große Chance, interessierten Lesern neben der kulturhistorischen Faszination der Senne bis zum Kastental der Schopke und den Kalkhängen des Brunsberges auch die existenzielle Not der privaten Waldbesitzer zu schildern, die nach der vierten Generation von Borkenkäfern allein in diesem heißen Sommer, Regen-Totalausfall und völlig überfordertem deutschen Holzmarkt nur noch im Export nach Asien den Ansatz einer Lösung sehen.

Erstmals hat Oehle, seit mehr als 30 Jahren für Bielefelds Privatwald zuständig, einen Parcours mit sieben Stationen von der Schopke bis zu Douglasien-Aufforstungen und einem heftig vom Käfer befallenen Fichtenabschnitt abgesteckt. Die Folgen von Kyrill waren gerade zu 95 Prozent aufgearbeitet, da kam Friederike und der inzwischen zweite Trockensommer.

Bielefelds erster Ranger

In seiner Gruppe erklärt Markus Rübsamen einen besonderen Lärchenbestand. Weit nach oben schauen die Teilnehmer in die Kronen. Rübsamen: »Das Saatgut der Bäume ist durch das Land NRW anerkannt. Es geht um gezielte Vermehrung«. Gleich nebenan läuft ein frequentierter Wanderweg. Warum der Buchenwald hier kurios ist und Niederwald heißt, erklärt der er höchst spannend. Frage um Frage muss Rübsamen beantworten, so wie Kollegin Johanna Ahlmeier und Aaron Gellern.

Bielefelds erster Ranger fällt nicht nur wegen des Hutes auf. »Er macht das wirklich toll«, schwärmt Katrin Schütte. Die Waldbesitzerin aus Lämershagen war bei allen Aktionen dabei. Mit Kollegen will sie das Angebot des Rangers annehmen. Der führt auf Wunsch Gruppen. Seine wichtige Aufgabe als Mittler im Wald zwischen Forstbetrieb und Bevölkerung erfüllt Gellern mit Bravour.

Kaffeerunde in Haus Neuland

Douglasien als Hoffnungsträger schauen sich die Gruppen an, aber auch Stücke, in denen Eichen Anlauf nehmen, unter einem Kieferdach für den Wald der Zukunft zu sorgen. Und die Kiefer, weiß der Ranger, ist ein Klimazukunftsbaum, kann mit wenig Wasser auskommen. Viele Teilnehmer, resümieren die Forstleute, seien in Sachen Wald durchaus informiert. Die Reihe der Fragen reißt trotzdem selbst nicht ab, als es nach dem Rundgang noch die obligatorische Kaffeerunde in Haus Neuland gibt. Da bilden sich schnell Gruppe an den Tischen, man diskutiert weiter und fragt nach. Und irgendwann stellt sich immer die Frage: »Wo ist der nächste WB-Waldspaziergang? Wir wären gern wieder dabei.«

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