Regionale Stiftung einer von fünf Preisträgern bei Bundeswettbewerb
OWL-Studienfonds prämiert

Bielefeld(epd/WB/OH). Jährlich 1,5 Millionen Euro schüttet die Stiftung Studienfonds OWL an 440 Stipendiaten aus. 140 Privatpersonen, Firmen und Institutionen machen dies als Spender möglich. Die Stiftung wurde nun für ihr Förderprogramm ausgezeichnet.

Sonntag, 08.09.2019, 04:00 Uhr
Der Bielefelder Uni-Rektor Gerhard Sagerer (von links), NRW-Wissenschaftsministerin Isabel Pfeiffer-Poensgen (parteilos), Katja Urhahne (Stiftung Studienfonds OWL), Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU), die Bielefelder FH-Präsidentin Ingeborg Schramm-Wölk, die Paderborner Uni-Präsidentin Birgitt Riegraf, Jürgen Krahl (Hochschule OWL) und Thomas Grosse (Musikhochschule Detmold). Foto: Thomas F. Starke

Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft und das Bundesbildungsministerium haben am Freitag in Bielefeld fünf Hochschul-Initiativen prämiert, die bei der Auswahl und Förderung von Stipendiaten Hürden in deren Lebenslauf besonders berücksichtigen. Neben der Stiftung Studienfonds OWL, einem Zusammenschluss der fünf Hochschulen in der Region, sind die Universität Konstanz, die Hochschule Nordhausen, die Freie Universität Berlin und die Technische Hochschule Nürnberg Preisträger. Die fünf Sieger erhalten ein Preisgeld von insgesamt 25.000 Euro, um ihre Maßnahmen weiterzuentwickeln.

Die in dem Wettbewerb »Rückenwind für Hürdenläufer« erfolgreichen Hochschulen wurden im Rahmen der zweitägigen Jahresveranstaltung des Deutschlandstipendiums mit 400 Teilnehmern geehrt. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung von der Stiftung Studienfonds OWL und der Fachhochschule Bielefeld.

Die teilnehmenden Initiativen hatten in ihren Wettbewerbsbeiträgen die Frage zu beantworten, wie neben Talent und Leistung auch besondere soziale, familiäre und persönliche Umstände bei ihrer Stipendiatenauswahl und -förderung zum Tragen kommen.

Das Deutschlandstipendium wolle beispielsweise auch Studierende aus bildungsfernen Elternhäusern, mit Migrations- oder Fluchthintergrund oder mit betreuungsbedürftigen Angehörigen unterstützen. »Das Deutschlandstipendium bringt Menschen zusammen, die sich gemeinsam für unsere Zukunft engagieren. Und das kommt allen zugute. Ich freue mich über alle Beteiligten, die sich für diese neue Stipendienkultur einsetzen«, sagt Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU).

Die Stiftung Studienfonds OWL vergibt jährlich neben 400 sogenannten Deutschlandstipendien, die je zur Hälfte von privaten Förderern und vom Bund finanziert werden, auch etwa 40 rein privat geförderte Sozialstipendien. Das Deutschlandstipendium gibt es seit 2011 – die in OWL schon 2006 als Verein gegründete Initiative, die 2009 in eine Stiftung umgewandelt wurde, galt dabei quasi als Blaupause. Deutschland-Stipendiaten erhalten 300 Euro pro Monat. Die Unterstützung ist unabhängig von ihrem Einkommen oder dem ihrer Eltern. 2018 wurden mehr als 27.000 solcher Stipendien vergeben – und damit an fast jeden 100. Studenten.

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