Neue Hechelei: künftiger Sitz des Naturkundemuseums?
Ravensberger Park wird »umgekrempelt«

Bielefeld (WB). Mit Einverständnis des städtischen Umweltbetriebes wurde auf Initiative aus dem Lichtwerkkino eine Wildblumenwiese angelegt – ansonsten blüht im Ravensberger Park aber wenig. Auch deshalb soll er aufgewertet werden. Wie das am besten gehen soll, soll eine Konzeptstudie zeigen. Aber auch baulich soll sich etwas tun, an Stelle des Ordnungsamtes könnte in Zukunft das Naturkundemuseum die Neue Hechelei nutzen.

Freitag, 06.09.2019, 10:00 Uhr
Der Ravensberger Park soll aufgewertet werden mit mehr Licht, schöneren Grünflächen, mehr Bänken. Im Vordergrund ist die Neue Hechelei zu sehen, in die möglicherweise eines Tages das Naturkundemuseum einziehen könnte. Foto: Thomas F. Starke

Die Konzeptstudie in Auftrag zu geben, müssen vorher aber noch Bezirksvertretung Mitte und Stadtentwicklungsausschuss beschließen. Geld dafür könnte aus Mitteln des Stadterneuerungsprogramms des Landes abgezweigt werden. Für den so genannten Stadtumbau West »Nördlicher Innenstadtrand« stehen in diesem Jahr 204.000 Euro zur Verfügung, die in die bauliche Herrichtung des Umweltzentrums fließen.

Neue Hechelei wird seit 2018 saniert

Deutlich weiter ist bereits das Naturkundemuseum. Auf Grund eines einstimmigen Beschlusses im Kulturausschuss von November 2018 wurde ein Grobkonzept erstellt, das dem Naturkundemuseum Namu Perspektiven aufzeigen soll. Die Neue Hechelei wird seit 2018 saniert, dort hat das Ordnungsamt seinen Sitz. Das aber, davon ist Dezernent Gregor Moss, Chef auch des städtischen Immobilienservicebetriebes (ISB), überzeugt, könnte vergleichsweise problemlos umziehen – möglicherweise an die Paulusstraße, wo bereits die Kfz-Zulassungsstelle ihren Sitz hat.

Die Konzeptstudie zur Zukunft des Ravensberger Parkes selbst soll zunächst einmal aufzeigen, was sich verändern soll.

Gerald Gutwald (Grüne), stellvertretender Bürgermeister von Mitte, erhofft sich von dem Konzept konkrete Vorschläge.

Wenig attraktive Grünflächen-Gestaltung

Bemängelt wird in der Vorlage für die politischen Gremien mangelnde Beleuchtung – deshalb entstünden Angsträume –, es fehlten Sitz- und Aufenthaltsmöglichkeiten und zudem sei die »Gestaltung der Grünflächen wenig attraktiv«.

Detlef Werner, CDU-Ratsmitglied, spricht beim Ravensberger Park von einem »historisch wertvollen Kulturgut« und unterstützt damit die Ansicht der Verwaltung, die den Ravensberger Park als »grüne Oase« bezeichnet, die für Bielefeld von großer Bedeutung sei. Er wünsche sich »zügig« ein Konzept, das schnell, möglichst bereits 2020, umgesetzt werden könnte. Das Konzept müsse Einzelmaßnahmen vorschlagen, die die Politik beschließen und dann in Form einer Prioritätenliste ordnen müsse.

Wiese wird Paradies für Insekten

Ja, es gebe im Ravensberger Park »dunkle Ecken«, obwohl, wie auch Gerald Gutwald bestätigt, schon einmal bei der Beleuchtung »nachgebessert« worden sei. Bänke und andere Sitzgelegenheiten würden fehlen, auch das Problem der Vermüllung sei, so Werner, noch nicht gelöst. Werner sagt, dass es durch die Bepflanzung im Park nicht einsehbare Ecken gebe, auch dafür eine Lösung gefunden werden müsste.

Aus dem Stadterneuerungsprogramm gehen in diesem Jahr neun Millionen Euro nach Bielefeld. Das Geld wird überwiegend in Grünzüge, Stadtteilzentren und Rad- und Fußwegeverbindungen investiert. Dazu gehören die Gestaltung des »Integrativen Bewegungsparks Ost-West-Grünzug« in Sennestadt, die Aufwertung des Grünzuges Elpke, die Anbindung des Finkenbachgrünzuges und die des Martin-Luther-Platzes. Und eben auch der Ravensberger Park.

Die Wildblumenwiese, 50 Quadratmeter groß, neben dem Lichtwerkkino soll jedenfalls zu einem Paradies für Insekten aller Art werden. Die Idee von Lichtwerkkino-Mitarbeiterin Ursula Hofmann wurde unterstützt von Babette Schröder vom Umweltbetrieb, die die Fläche vorbereiten ließ.

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