13-Millionen-Projekt: Politiker entscheiden über geplantes Kombibad
Jöllenbecks neues Schwimmvergnügen

Bielefeld (WB). Der Schul- und Sportausschuss des Rates soll am kommenden Dienstag den Weg frei machen für den Bau des neuen Kombibades in Jöllenbeck. 13 Millionen Euro müssen dafür eingeplant werden. 2024 könnte Eröffnung sein.

Donnerstag, 05.09.2019, 12:00 Uhr
Das Jöllenbecker Freibad ist marode und lockte in dieser Saison nur 22.000 Badegäste an. Die Stadt plant auf dem Gelände den Neubau eines Kombibades, eines Hallenbades mit Außenbecken. 2024 könnte Eröffnung sein. Foto: Hans-Werner Büscher/Archiv

Im Entwurf für den Doppelhaushalt 2020/21 ist das Geld allerdings noch nicht enthalten. Anfang Juli hatte der Aufsichtsrat der Bädergesellschaft BBF beschlossen, auf dem Gelände des Freibades Jöllenbeck ein neues Kombibad zu errichten. Dieses Bad soll über ein höhenverstellbares 25-Meter-Becken mit sechs Schwimmbahnen und zusätzlich über einen Drei-Meter-Sprungturm sowie ein kombiniertes Lehr- und Kursbecken verfügen. Auch ein Außenbecken soll es geben, das Kinderbecken des bestehenden Freibades darin einbezogen werden.

Das Jöllenbecker Freibad kann bisher über die Straße »Naturstadion« angefahren werden. Dort geht es meist recht eng zu. Geprüft werden soll deshalb, ob das neue Bad über den Wörheider Weg erschlossen werden könnte.

Kosten für das Bad müssten am Ende von der Kommune getragen werden

Die Verwaltung schlägt vor, die Finanzierung über die kommenden fünf Jahre zu verteilen. 2020 müssten 250.000 Euro eingeplant werden, 2021 zwei Millionen, vier Millionen im Jahr 2022, 5,25 Millionen ein Jahr darauf und schließlich noch einmal 1,5 Millionen im Jahr 2024.

Stadtkämmerer Rainer Kaschel weist darauf hin, dass die Beträge bisher nicht in den Haushalt aufgenommen worden sind. Sie müssten von den Politikern spätestens bei Etatschlussberatungen im November bereit gestellt werden. Liegen alle politischen Beschlüsse vor, soll mit den Detailplanungen begonnen werden.

Dass die Stadt und nicht die Bädergesellschaft BBF die Finanzierung übernimmt, gilt als vorteilhaft. Die Stadt muss bei der Aufnahme von Krediten weniger Zinsen zahlen als eine privatrechtliche GmbH. Die Kosten für das Bad müssten am Ende ohnehin von der Kommune getragen werden. Die Stadtwerke-Tochter BBF betreibt zwar die Bäder, die Stadt kommt aber für die anfallenden Verluste auf.

Bestehendes Jöllenbecker Freibad ist technisch marode

Für das geplante neue Kombi-bad waren auch andere Standorte geprüft worden, unter anderem das Gelände der Martin-Niemöller-Gesamtschule in Schildesche. Doch dort entsteht nun doch der Neubau der Gesamtschule. Die Fläche steht deshalb nun nicht mehr zur Verfügung.

Vor allem weil Kapazitäten beim Schulschwimmen fehlen, war der Neubau des Bades in Erwägung gezogen worden. Oberbürgermeister Pit Clausen (SPD) hatte das Vorhaben im vergangenen Jahr zur Chefsache gemacht. Hinzu kommt, dass das bestehende Jöllenbecker Freibad technisch marode ist. Die Betriebskosten für das neue Kombibad sollen nicht höher ausfallen als die für das bestehende Bad, versichert die BBF. Das Jöllenbecker ist das Bielefelder Freibad, das jeden Sommer am wenigsten Badegäste anlockt. 22.000 waren es in der gerade zu Ende gehenden Saison. Auch diese Zahlen sollen sich durch den Neubau deutlich erhöhen.

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