Kaufleute legen neue Ideen vor – Bürgerfrühstück als ein Vorschlag Verkaufsoffener Sonntag: drei Alternativen zum »Leineweber«

Bielefeld (WB). Mit dem Verlauf des verkaufsoffenen Sonntags beim diesjährigen Leinewebermarkt waren viele Kaufleute in der Altstadt unzufrieden. Deswegen hat die Kaufmannschaft Altstadt jetzt beim Ordnungsamt drei Alternativ-Vorschläge für das Jahr 2020 gemacht.

Von Stefan Biestmann
Erstmals öffneten am Leinewebermarktsonntag die Läden. Die meisten Altstadt-Kaufleute waren unzufrieden mit dem Verlauf.
Erstmals öffneten am Leinewebermarktsonntag die Läden. Die meisten Altstadt-Kaufleute waren unzufrieden mit dem Verlauf. Foto: Bernhard Pierel

Dabei handelt es sich nach WESTFALEN-BLATT-Informationen um ein Bürgerfrühstück sowie verkaufsoffene Sonntage mit der Aktion »Hut ab!« und zum Weinmarkt. »Wir haben erst einmal drei Ideen vorgelegt. Die Konzepte werden wir jetzt noch erarbeiten«, berichtet Henner Zimmat, Chef der Kaufmannschaft Altstadt. »Wir kämpfen für einen verkaufsoffenen Sonntag, der attraktiver ist als ein Leinewebermarkt-Sonntag.«

Zimmats Favorit ist ein Bürgerfrühstück – vor den Sommerferien 2020. Eine ähnliche Aktion gebe es bereits in der Nachbarstadt Verl. »Die Innenstadt wird mit Bierzeltgarnituren dekoriert«, erklärt Zimmat. Dabei könne auch die Bahnhofstraße miteinbezogen werden. »Einen Platz für das Frühstück muss man vorher buchen.« Zimmat spricht von insgesamt »3000 bis 5000 Plätzen«. Das Bürgerfrühstück soll vormittags beginnen, die Teilnehmer dekorieren ihre Tische selbst. »Die am schönsten dekorierten Tische werden prämiert.« Künstler und Musiker begleiten die Veranstaltung. Am Nachmittag könnten dann die Geschäfte öffnen. »Wir hoffen darauf, ein neues Event zu etablieren, das Menschen nach Bielefeld zieht und große Strahlkraft hat«, sagt Zimmat.

Auch Weinmarkt-Sonntags als Option

Der zweite Vorschlag bezieht auch die Bahnhofstraße mit ein. Die Kleinkunst-Veranstaltung »Hut ab!«, bislang Teil des Late-Night-Shoppings im April, könnte von Samstag auf Sonntag verlegt werden. »Das wäre die einfachste Lösung«, sagt Zimmat. Schließlich sei die Aktion »Hut ab!« schon mehrfach erfolgreich gelaufen. Vorschlag drei bezieht sich auf den Weinmarkt. Dieser könnte 2020 von einem verkaufsoffenen Sonntag begleitet werden.

Letztlich müsse die Stadt prüfen, welche Idee genehmigungsfähig sei, sagt Zimmat. Wie berichtet, hatte der Stadtrat die so genannte Ordnungsbehördliche Verordnung der Sonderöffnungszeiten geändert – mit der Folge, dass viele Sonntagsöffnungen nicht mehr genehmigungsfähig waren. Die Vorgabe: Die Veranstaltungen als Anlass für den verkaufsoffenen Sonntag müssen stadtprägend sein – und mehr Besucher anziehen als die Öffnungen der Läden.

Diskussion bei der »Knackigen Stunde« am Donnerstag

2019 gibt es in Bielefeld nur zwei verkaufsoffene Sonntage: zum »Leineweber« und zum Weihnachtsmarkt. Eine Blitzumfrage der Kaufmannschaft Altstadt ergab, dass 25 von 45 Geschäftsinhabern den Geschäftsverlauf am Leinweber-Sonntag als »schlecht« bezeichneten.

Deswegen hofft die Kaufmannschaft jetzt auf eine Alternative für das nächste Jahr. Über das Thema diskutieren die Kaufleute auch bei der »Knackigen Stunde« an diesem Donnerstag. Referentin Ursula Jacob-Reisinger von der Gewerkschaft Verdi wird mit den Mitgliedern über das Thema Sonderöffnungszeiten debattieren. Beginn ist um 19.15 Uhr bei Bo-Concept, Oberntorwall 19a.

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