»Auch das zweite betroffene Auto parkte vor der Justizvollzugsanstalt«
Autoattacke: offenbar keine gezielte Tat

Bielefeld (WB/hz). Der Anschlag auf das Privatauto von Bürgermeisterin Karin Schrader – zwei angestochene Reifen rechts und massive Lackkratzer – war offenbar keine gezielte Tat. Wie Polizeisprecherin Hella Christoph am Montag auf Anfrage sagte, könnte die SPD-Politikerin Zufallsopfer eines bislang unbekannten Randalierers sein.

Dienstag, 03.09.2019, 04:00 Uhr
Karin Schrader Foto: Thomas F. Starke

Der oder die Täter hätten sich an mindestens einem weiteren Auto ausgelassen, was gegen eine Tat ausschließlich gegen die Bürgermeisterin sprechen könnte. Das zweite Fahrzeug soll im Gegensatz zu Schraders Wagen Polizeiangaben zufolge keinem prominenten Bielefelder oder bekannten Politiker gehören.

Außerdem war der Tatort nicht, wie zuerst vermutet, an Schraders Privatanschrift in Windflöte, sondern ausgerechnet vor der Justizvollzugsanstalt Senne an der Senner Straße 250. Im Gefängnis für den offenen Vollzug hatte die Bürgermeisterin am Mittwochabend der Vorwoche die Veranstaltungsreihe »Kultur im Knast« besucht. »Auch das zweite betroffene Auto parkte vor der Justizvollzugsanstalt«, sagte die Polizeisprecherin. Es habe zwei »identische Taten« an beiden Fahrzeugen mit jeweils zerstochenen Reifen und Lackkratzern gegeben.

Täter sind bislang unbekannt

Karin Schrader hatte, wie berichtet, die Schäden an ihrem Auto erst am Folgetag nach dem Besuch der »Kultur im Knast«-Reihe bemerkt. Der Grund war das merkwürdige Fahrverhalten ihres blauen Kleinwagens vom Typ Dacia Sandero wegen des Druckverlustes der angestochenen Reifen. Offenbar hatten die Reifen am Tatabend noch so viel Luft, dass das Auto nicht schlingerte.

Der oder die Täter sind bislang unbekannt. Die Polizei sucht nun Zeugen für die Sachbeschädigungen an den beiden Autos vor der Justizvollzugsanstalt Senne. Wer am Abend des vergangenen Mittwoch zwischen 19 und 21 Uhr Verdächtiges gesehen hat, der soll sich beim Kriminalkommissariat 12 unter Tel. 0521/5450 melden.

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