Erst Innenstadt blockiert, dann in Schlangenlinien über den OWD und schließlich auf der A2 gestoppt
Polizei schreitet gegen Hochzeitskorso ein

Bielefeld (WB). Erneut hat ein Hochzeitskorso die Bielefelder Innenstadt blockiert. Die Polizei beschlagnahmte mehrere Führerscheine und ermittelt wegen gefährlichem Eingreifen in den Straßenverkehr.

Sonntag, 01.09.2019, 08:42 Uhr aktualisiert: 01.09.2019, 09:20 Uhr
In Schlangenlinien soll der Korso über den OWD in Bielefeld gefahren sein, bevor es auf die A2 ging. Foto: Thomas F. Starke/Archiv

Wie die Polizei mitteilte, seien am Samstagnachmittag mehrere Beschwerden bei der Leitstelle über eine Hochzeitsgesellschaft eingegangen, die mit ihren Fahrzeugen eine Straße in der Bielefelder Innenstadt komplett blockierten.

Vor Ort stellte ein Streifenwagen insgesamt 15 Autos einer Hochzeitsgesellschaft fest, welche den Durchgangsverkehr behinderten. Die Teilnehmer der Gesellschaft kamen vornehmlich aus Norddeutschland und Belgien.

Bengalo gezündet

Einer der Teilnehmer aus Belgien zündete zudem ein »Bengalisches Feuer«. Gegen ihn wurde eine Anzeige wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz erstattet. Zudem kassierten die Beamten gegen den belgischen Staatsbürger eine Sicherheitsleistung.

»Den Mitgliedern der Hochzeitsgesellschaft wurden durch die Polizei strikte Vorgaben und Verhaltensregeln erteilt. Die Vorgaben der Polizei wurden jedoch nicht beachtet«, hieß es in einer Mitteilung.

Und so meldeten kurze Zeit später Zeugen auf dem Ostwestfalendamm einen Hochzeitskorso, der Schlangenlinien fuhr und andere Verkehrsteilnehmer ausbremste. Vom OWD fuhr der Korso laut Polizei auf die Autobahn 2 in Richtung Dortmund auf.

Führerscheine beschlagnahmt

Durch Streifenwagen der Autobahnpolizei Bielefeld sowie der Polizei Gütersloh konnte der Korso schließlich auf der Raststätte Gütersloh Nord angetroffen werden. Im Zuge der Kontrolle wurde festgestellt, dass es sich um Teilnehmer der Hochzeitgesellschaft handelte, welche schon zuvor negativ in der Bielefelder Innenstadt aufgefallen waren.

»Dank guter Zeugenaussagen konnte der Tatvorwurf gegen die Fahrzeugführer des Korsos konkretisiert werden. Nach Rücksprache mit einem Staatsanwalt und einem Richter wurden die Führerscheine von vier Fahrzeugführern beschlagnahmt. Sie erhalten Anzeigen wegen gefährlicher Eingriffe in den Straßenverkehr. Die Weiterfahrt wurde untersagt. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen durften die Fahrzeuge durch Ersatzfahrer zur Hochzeitsfeier nach Beckum überführt werden«, so die Polizei.

Kommentare

franz.B  wrote: 02.09.2019 10:41
So ist es
Ich kann DJ Tom 72 nur beipflichten. Schon beim ersten Stopp durch die Polizei hätte man die Führerscheine einbehalten sollen. Tipp an den Gesetzgeber: Im Straßenverkehr sollten Fahrzeugführer bei groben Verstößen ad hoc den Führerschein für 2-3 Tage abgeben müssen,
ohne aufwändige Gerichtsverfahren !
DJTom72  wrote: 01.09.2019 09:19
Schon wieder....
Bei den laschen Strafen die hier zu erwarten sind (15€ oder wie war das), schreckt das doch keinen ab! Aber das Positive: Die Polizei hat es zeitlich und auch personell geschafft die Täter dieses Mal wesentlich schneller zu schnappen!
Der Gesetzgeber ist hier dringend gefragt, für diese Fälle Regelungen zu gestalten, Strafen hierfür können nicht hoch genug sein!!!
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