Zehn Jahre nach der Uraufführung: Wird Bielefeld vor der Zerstörung gerettet? Die »Bielefeld-Verschwörung« noch einmal im Kino

Bielefeld (WB/bp). Vor zehn Jahren entstand der Film als Lehrprojekt an der Fakultät für Erziehungswissenschaften und Medienpädagogik an der Uni, jetzt soll er noch einmal auf großer Kinoleinwand gezeigt werden – bevor er »für immer« in den Archiven verschwinden soll: »Die Bielefeld-Verschwörung«.

Fabio Magnifico (Mitte), Franziska Beckmann und Marc Thiel hoffen auf viele Zuschauer für die »Verschwörung«.
Fabio Magnifico (Mitte), Franziska Beckmann und Marc Thiel hoffen auf viele Zuschauer für die »Verschwörung«. Foto: Bernhard Pierel

Am Donnerstag, 29. August, um 20.15 Uhr ist der Abenteuerthriller im Cinemaxx (Saal 4, 322 Plätze) zu sehen.

Der Zeitpunkt könnte nicht besser gewählt sein. Was, versichert Fabio Magnifico, unter dessen Leitung der Film damals entstand, »tatsächlich Zufall ist«. Vor wenigen Tagen ging schließlich die Nachricht, dass die Stadt Bielefeld jetzt ein für allemal die Bielefeld-Verschwörung der Vergessenheit anheim geben will, um die Welt. Weil auf denjenigen, der hieb- und stichfest beweisen kann, dass es Bielefeld nicht gibt, die Stadt schlicht gar nicht existiert, eine Belohnung von einer Million Euro wartet.

Franziska Beckmann (Bielefeld Marketing) spricht von fast 1000 Einsendungen – und einem Medienecho »bis nach Australien«. Ob sich die Nicht-Existenz Bielefelds tatsächlich wissenschaftlich nachprüfbar beweisen lässt, stellt sich nach dem 4. September heraus – dann nämlich ist Einsendeschluss.

Wer sich noch Anregungen holen möchte, ist im Spielfilm »Die Bielefeld-Verschwörung« bestens aufgehoben. Darum geht es: Bielefeld ist durch den »Städtischen Interessenverband Energie und Kommunikation«, kurz SIEkom, angeführt durch den fiesen Somo Bishi, zu einer korrupten Überwachungsstadt verkommen.

»Ist der Andrang groß, können wir den Saal wechseln.«

Bishi plant, eine Superwaffe zu erschaffen. Dafür benötigt er nur noch ein antikes Artefakt aus der verlorenen Stadt Atlantis. Nur Emmett Wanstohn, Professor an der Universität, hat von den hinterhältigen Machenschaften erfahren und versucht, die Bewohner von den bösen Absichten des Verbandes zu überzeugen.

Doch die Bielefelder glauben ihm nicht. Deshalb will er mit seinen drei besten Studenten und der Paläoliteratin Rita Lihn weitere Informationen und Beweise sammeln. Doch die skrupellosen SIEkom-Agenten gehen über Leichen und verschleppen Rita Lihn nach Griechenland.

Fabio Magnifico jedenfalls kennt den Film in- und auswendig, hat ihn, so rekapituliert er, zehn Mal gesehen – »in fertigen Zustand, ungeschnitten noch öfter.« Er könnte, meint er, die Dialoge wahrscheinlich mitsprechen, aber: »Ich freue mich, dass der Film noch einmal im Kino zu sehen ist.«

Marc Thiel vom Cinemaxx wagt nicht zu schätzen, wie viele Zuschauer kommen, sagt aber: »Ist der Andrang groß, können wir den Saal wechseln.«

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