Brückenbau endet am 14. Oktober – Unterführungen wohl ab Mitte Dezember passierbar Bahn wird pünktlich fertig

Bielefeld (WB). Die Brückenbauarbeiten der Deutschen Bahn in Bielefeld gehen in die letzte Runde. Ab 14. Oktober kann die Haupttrasse zwischen Berlin, Hannover, Köln und Düsseldorf wieder nach Plan befahren werden. Bis die Unterführungen Schillerstraße, Schildescher Straße und Von-der-Recke-Straße für Fußgänger, Radler und Autofahrer wieder passierbar sind, dauert es aber noch bis Mitte Dezember. Mindestens.

Von Burgit Hörttrich
Der Zugverkehr soll ab 14. Oktober wieder planmäßig fahren, die Unterführungen Mitte Dezember frei gegeben werden.
Der Zugverkehr soll ab 14. Oktober wieder planmäßig fahren, die Unterführungen Mitte Dezember frei gegeben werden. Foto: Thomas F. Starke

Gregor Moss, als städtischer Dezernent auch für den Bereich der Mobilität zuständig, sagt, die Bahn habe die Freigabe der Unterführungen für die 51. Kalenderwoche (ab 16. Dezember) versprochen, die Straßenabschnitte würden auf Kosten der DB wieder hergerichtet. Die Deutsche Bahn wiederum ließ am Dienstag wissen, sie sei frühestens »Ende September auskunftsfähig«. Man führe noch Abstimmungsgespräche mit der Stadt Bielefeld. Moss hatte gesagt, die Stadt werde darauf drängen, dass die Durchlässe so früh wie möglich genutzt werden können. Jeder Tag sei eine »Wohltat für den Gesamtverkehr in der Innenstadt«.

Bevor die Bahntrasse wieder komplett frei gegeben wird, müssten, so Karlheinz Breitenbach (DB Fernverkehr) noch »Anpassungsarbeiten« erledigt werden: an Weichen, Schienen und Oberleitungen. Deshalb gebe es Zugausfälle, Verspätungen und eine 30-stündige Totalsperrung zwischen Mittwoch, 9. Oktober, 22 Uhr und Montag, 14. Oktober, 4 Uhr.

Am 13. Oktober ist Bielefeld vom Fernverkehr abgeschnitten. IC und ICE werden umgeleitet. Foto: DB

Betroffen ist auch der Nahverkehr auf bis zu zwölf Verbindungen. Man werde, so der NWL (Nahverkehr Westfalen-Lippe) in diesen Tagen die Anzahl der Busse, die im Ersatzverkehr unterwegs sind, noch einmal von aktuell 25 auf bis zu 40 aufstocken, um Reisende zu ihren Anschlüssen zu bringen.

Am 14. Oktober werde dann der Schienenersatzverkehr, mit Beginn der Arbeiten im Juni 2018 eingerichtet, wieder eingestellt. Iris Horstmann, NWL-Sprecherin: »Darauf können sich die Fahrgäste auf alle Fälle freuen.« Ab 9. Oktober werde auch die Zahl der sogenannten Personallenker im Hauptbahnhof erhöht, um Reisenden den Weg zu weisen. Karlheinz Breitenbach wünscht sich, dass sich Reisende frühzeitig informieren, damit sie nicht unfreiwillig Umwege auf sich nehmen. Er weist darauf hin, dass sich Reisezeiten zwischen Hannover und Köln um bis zu 45 Minuten verlängern können, Halte in Bielefeld komplett ausfallen.

Die Bahn ist jedenfalls stolz darauf, den Neubau der drei Brücken in, wie sie sagt, »Rekordzeit« geschafft zu haben. Zu Spitzenzeiten seien bis zu 120 Arbeiter auf den drei Baustellen tätig gewesen, zur Zeit seien es noch insgesamt 50.

Gesamtkosten steigen

Die ursprünglich angegebenen Gesamtkosten von 30 Millionen Euro hätten sich nicht halten lassen: Inzwischen spricht die Bahn von 52 Millionen Euro. Stolz ist die Bahn darauf, dass trotz der Umplanungen, die die Entdeckung eines Blindgängers aus dem Zweiten Weltkrieg mehr als sieben Meter unter dem Stellwerk an der Nowgorodstraße mit sich gebracht hätten, der Zeitplan dennoch eingehalten werde.

Verbaut worden seien allein 31.200 Tonnen Stahl und Beton (28.000 Tonnen davon allein für die Brücke Schildescher Straße), 8400 Tonnen Schotter, 1820 Schwellen und 1050 Meter Gleis. Die Restarbeiten an den Eisenbahnbrücken würden noch bis ins Jahr 2020 andauern, den Bahnverkehr jedoch nicht beeinträchtigen.

Die Brücken , die durch neue in schlichter Betonbauweise ersetzt wurden, stammten aus den Jahren 1847 (Schildescher Straße), 1911 (Von-der-Recke-Straße) und 1916 (Schillerstraße).

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