Feuer war am späten Sonntagabend ausgebrochen – keine Verletzten Brand in Asylunterkunft: Bewohner festgenommen

Bielefeld (WB/cm). Ein Zimmerbrand in einer Asylunterkunft an der Altenhagener Straße vernichtete durch Flammen und Rauchgase das gesamte Haus. Verletzt wurde bei dem Feuer am Sonntagabend niemand. Ein Bewohner wurde vorläufig festgenommen.

Verletzt wurde bei dem Feuer am Sonntagabend niemand.
Verletzt wurde bei dem Feuer am Sonntagabend niemand. Foto: Christian Müller

Die Untersuchungen am Tatort ergaben, dass der Brand in dem Zimmer eines 25-jährigen Bewohners ausgebrochen war. Nach den bisherigen Erkenntnissen besteht der Verdacht, dass der Bewohner sein Zimmer in Brand setzte. Polizisten nahmen den Tatverdächtigen vorläufig fest. Die Ermittlungen dauern an.

Ein Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes der städtischen Einrichtung für bis zu sieben Personen meldete das Feuer um 23.45 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt hielten sich neben dem Melder drei Bewohner des ehemaligen Saunaclubs an der Altenhagener Straße 177 im Gebäude auf. Sie konnten das Haus unversehrt verlassen und wurden im Laufe des Einsatzes durch den Rettungsdienst gesichtet. Die Feuerwehrrückte mit dem Alarmstichwort »Wohnungsbrand mit Menschenrettung« an.

Bei Eintreffen der ersten Kräfte drang Rauch aus dem gesamten zweigeschossigen Gebäude. Brandbekämpfer lokalisierten einen ausgedehnten Zimmerbrand am rückwärtigen Anbau des Gebäudes, sagte Feuerwehreinsatzleiter Thomas Epp. »Da wir keine Menschenrettung mehr vornehmen mussten, konnten wir direkt mit den Löschmaßnahmen beginnen. Für die Brandbekämpfung bildeten wir zwei Abschnitte. Diese beschränkten sich im ersten Abschnitt auf die Löschmaßnahmen im Wohnraum und die Entrauchung des Gebäudes. Im zweiten Abschnitt wurde eine Drehleiter in Stellung gebracht, um ein eventuelles Übergreifen der Flammen auf das Haupthaus zu verhindern.«

Feuer schnell unter Kontrolle

Im Einsatz waren zwei C-Rohre. Das Feuer war rasch unter Kontrolle. Mit zwei Lüftern wurde das Haus einige Zeit lang entraucht. Durch die giftigen Rauchgase wurde das Inventar unbrauchbar und das Wohnhaus bis auf Weiteres unbewohnbar. Laut ersten Einschätzungen entstand ein Sachschaden von mindestens 100.000 Euro. Warum das Feuer ausgebrochen war, ermittelt die Kriminalpolizei, die noch in der Nacht zur Brandschau gekommen war. Feststeht, dass das Feuer in einem Wohnraum eines Libanesen ausgebrochen war.

Mitarbeiter des Sozialamtes der Stadt organisierten in der Nacht eine andere Unterkunft. Die Männer aus Marokko, Syrien und dem Libanon kamen in einer Unterkunft an der Kreuzstraße unter. Die Feuerwehr war mit den Brandbekämpfern der Haupt- und Nordwache und den Löschabteilungen Heepen und Altenhagen bis in die Nacht im Einsatz. Die Altenhagener Straße blieb in dieser Zeit gesperrt.

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