Vor 40 Jahren wurde Bau der Stadthalle beschlossen – bis 2022 wird kräftig investiert
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Bielefeld (WB). Vor genau 40 Jahren beschloss die Politik den Bau der Stadthalle auf einem Grundstück in unmittelbarer Nachbarschaft zum Hauptbahnhof. Fast 30 Jahre nach Eröffnung wird kräftig in die Halle investiert.

Mittwoch, 07.08.2019, 06:00 Uhr
Sieben Millionen Euro werden in die Stadthalle investiert – vor allem, um die Technik auf dem neuesten Stand zu halten. Foto: Oliver Schwabe/Archiv

Die ersten Ideen zum Bau einer Veranstaltungshalle gehen sogar bis in das Jahr 1952 zurück, und es sollten nach dem Ja zum Bau einer »modernen Konzert- und Versammlungsstätte« noch weitere elf Jahre bis zur Eröffnung vergehen; 42 Monate allein dauerte die Bauzeit. Kosten: 70 Millionen D-Mark.

Sieben Millionen Euro bis 2022 steckt die BBVG in die Stadthalle und will sie so, sagt Geschäftsführer Joachim Berens, »auf dem neusten Stand der Technik halten und weiter konkurrenzfähig machen«. Die BBVG – das ist die Abkürzung für Bielefelder Beteiligungs- und Vermögensverwaltungsgesellschaft – ist die alleinige Gesellschafterin der Stadthalle Bielefeld Betriebs GmbH.

Technik ist überholt

Gemeinsam mit der Messe- und Ausstellungshalle, 2010 eröffnet, biete man ein multifunktionales Kongress- und Veranstaltungszentrum. Das Zusammenspiel beider Hallen, so Berens, habe sich »bewährt und es funktioniert auch tadellos«. Aber: Was 1990 bei der Eröffnung noch der neueste Stand der Technik gewesen sei, sei längst überholt.

Man habe bislang schon in Projektions- und Beleuchtungstechnik, in einen neuen Bühnenboden, in Glasfaserverkabelung, mit deren Hilfe mehr als 4000 Menschen gleichzeitig online gehen könnten, und ein neues Farb- und Lichtkonzept investiert. Aber auch in den Austausch von 5000 Leuchtmitteln in LED-Birnen, die Umrüstung der Scheinwerfer oder das hauseigene Parkhaus mit seinen 440 Stellplätzen ist Geld geflossen.

Berens räumt ein: »Besucher der Stadthalle nehmen solche Veränderungen kaum war, für Veranstalter sind sie aber mit ausschlaggebend dafür, die Stadthalle zu buchen. Ihnen sind Strukturen und Möglichkeiten wichtig, die sie ohne Aufwand nutzen können.« Berens spricht von rund 110 Einzelmaßnahmen, die zwischen 2018 und 2022 »bei laufendem Betrieb« durchgeführt werden sollen.

2,7 Millionen für Bühnentechnik

Allein in die Bühnentechnik werden insgesamt 2,7 Millionen Euro investiert, in die Beleuchtungstechnik 1,2 Millionen, in die Haustechnik mit Klimatisierung, Raum-Trennsystem, Dachsanierung 1,4 Millionen. Allein ein Beamer, der es vermöge, in hochwertiger Qualität auf die Bühnenrückwand zu projizieren, koste, so Berens, »einen sechsstelligen Betrag«.

Mindestens die Nutzer des Parkhauses werden die Verbesserungen bereits bemerkt haben: neuer Anstrich, Ladesäulen für Elektrofahrzeuge, hellere Beleuchtung und vor allem die Möglichkeit, nach Veranstaltungen eine der beiden Einfahrtspuren zur zweiten Ausfahrtspur machen zu können und so ein schnelleres Verlassen des Parkdecks zu ermöglichen.

Insgesamt, versichert Joachim Berens, investiere die BBVG in die Stadthalle »etwas mehr als das, was als Standard gilt.« Rund 300 Veranstaltungen pro Jahr, mehrere tausend seit der Eröffnung, Buchungen bis zum Jahr 2026: Die Stadthalle, so die BBVG, sei Ort für Abibälle und Produktpräsentationen, Hauptversammlungen, Parteitage, Konzerte und Kongresse.

Eine Art Saisoneröffnung bildet nach den Sommerferien die Graduierungsfeier der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung (29. August), anschließend reicht das Spektrum von den Kastelruther Spatzen über Paul Panzers Midlife Crisis, dem Ball der Wirtschaft, die Mineralien- und Fossilienbörse bis hin zur mehrtägigen Intensivfortbildung Kleintierpraxis.

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