Heidrun Pahmeier freut sich immer auf den Dienst im Stenner-Museum
Das Lieblingsbild »macht gute Laune«

Bielefeld (WB). Als Heidrun Pahmeier im Internet davon las, dass das neue Hermann-Stenner-Kunstforum Aufsichten suchen würde, überlegte sie nicht lang und bewarb sich: »Ich mag Kunst.«

Dienstag, 06.08.2019, 11:00 Uhr
Heidrun Pahmeier hat sich spontan um den Aufsichts-Job im Hermann-Stenner-Forum beworben. Foto: Bernhard Pierel

Sie habe noch die Chance gehabt, sich die Stunden – die Tätigkeit gilt als sogenannter Minijob – die sie am liebsten arbeiten wollte, aussuchen zu können, entschied sich für die Nachmittage während der Woche.

Serie »Aufsichtsräte – Führungskräfte«

Sie sind immer da und dabei eigentlich so gut wie unsichtbar. Genau das ist die Aufgabe der Aufsichten in Bielefelder Museen. Sie wissen (fast) alles, greifen ein, wenn es nötig ist, und sie haben für das, was sie tun, längst zwei liebevolle »Ehrentitel« verpasst bekommen: Die Aufsichten heißen nämlich entweder Führungskräfte oder Aufsichtsräte.

...

Heidrun Pahmeier, die in Leopoldshöhe wohnt, sagt, sie freue sich immer, wenn es ins Museum zum Dienst gehe. Inzwischen weiß sie auch so ziemlich alles über Hermann Stenner, sagt, sie habe vorher zumindest von dem Maler gehört, auch eine Ausstellung mit seinen Werken in der Kunsthalle besucht. Seitdem sei ihr Lieblings-Stennerbild der »Kaffeegarten am Ammersee«, das auch jetzt in der Schau »Hermann Stenner und seine Zeit« zu sehen ist. Heidrun Pahmeier: »Das Bild macht einfach gute Laune.«

Zu den Öffnungszeiten des Museums sind pro Etage zwei Aufsichten im Dienst. Inzwischen, so Heidrun Pahmeier, kenne sie die meisten Bildlegenden auswendig, könne auch Besucherfragen beantworten: »Manchmal ergeben sich da nette Gespräche.«

Zu erkennen sind die Aufsichten an ihren Namensschildern. Heidrun Pahmeier findet am schönsten, in Bewegung zu bleiben – und natürlich die Besucher und Gruppen (unauffällig) im Auge zu behalten.

Sie weise immer auch auf Garderobe und Schließfächer hin, informiere die Besucher darüber, dass im Haus immer eine konstante Temperatur von 20 Grad herrsche: »Da wird es in Mantel oder Jacke schnell zu warm.«

Für ihre Freundinnen habe sie auch schon mal selbst eine Führung durchs Haus gemacht, erzählt sie, »wenn auch anders als die Führungen normalerweise sind«. Überhaupt: das Haus. Es gebe Besucher, die mehr über das Gebäude erfahren wollen, aber auch solche, die grundsätzlich die Atmosphäre schätzen. Der ein oder andere Besucher komme mehr als einmal. Was Heidrun Pahmeier verstehen kann: »Man entdeckt auf den Bildern immer Neues, das man zuerst gar nicht wahrgenommen hat.«

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.
 
https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6829918?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198387%2F2513179%2F
Flughafen Paderborn/Lippstadt stellt Insolvenzantrag
Der Flughafen Paderborn/Lippstadt in Büren-Ahden. Foto: Jörn Hannemann/Archiv
Nachrichten-Ticker