Deutsche Bahn nennt »Gründe der Wirtschaftlichkeit« – Feuer verursachte im Januar Millionenschaden
Großbrand: BVO-Buswerkstatt wird nicht wieder aufgebaut

Bielefeld (WB). Mehr als ein halbes Jahr dauerte die Analyse der Deutschen Bahn nach dem Großbrand im BVO-Busdepot an der Wilhelm-Bertelsmann-Straße. Jetzt steht nach WESTFALEN-BLATT-Informationen fest: Das von den Flammen zerstörte Werkstattgebäude wird nicht wieder aufgebaut.

Samstag, 03.08.2019, 06:00 Uhr
Der Großbrand im BVO-Busdepot zerstörte fünf Busse, drei Kleinbusse und die Werkstatt. Nun hat die Bahn entschieden: Das Werkstattgebäude wird nicht wieder aufgebaut. Foto: Christian Müller

Das Feuer in dem Gebäudekomplex der bahneigenen Busverkehr Ostwestfalen-Lippe GmbH hatte am 15. Januar einen Schaden von mindestens 1,5 Millionen Euro verursacht. Bahnsprecher Dirk Pohlmann nennt auf Anfrage »Gründe der Wirtschaftlichkeit«. »Es hat sich gezeigt, dass wir die Werkstattarbeit in anderen Werkstätten ohne Probleme durchführen können«, berichtet er. Der Busverkehr sei durch den Wegfall der Werkstatt zudem nicht beeinträchtigt worden.

Pohlmann betont aber, dass der Standort des Busdepots in Bielefeld weiter bestehen bleibe. Der zusätzliche Platz durch das weggefallene Gebäude werde nun als Stellfläche für Busse genutzt.

Polizei schätzt Schaden auf 1,5 Millionen Euro

Ein technischer Defekt hatte das Feuer am späten Abend des 15. Januar ausgelöst. Die Flammen zerstörten fünf Busse und drei Kleinbusse. Zudem stürzte das Dach der Werkstatthalle ein. Verletzt wurde niemand. 120 Feuerwehrleute waren im Einsatz. Aufgrund der starken Rauchentwicklung warnte die Katastrophenschutz-App Nina damals die Bürger vor Rauchgasen. Die Polizei sprach von einem Schaden von 1,5 Millionen Euro, die Bahn rechnet mit einer höheren Summe, will aber bis heute keine Zahlen nennen.

Das Unternehmen BVO beschäftigt jüngsten Angaben zufolge 500 Mitarbeiter – davon 370 in Bielefeld. Die Zahl der Busse liege bei mehr als 300, 30 davon fahren in Bielefeld. Nach dem Wegfall der Werkstatt seien jetzt Mitarbeiter aus Bielefeld in andere BVO-Werkstätten beordert worden, berichtet Pohlmann.

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