Treppenplatz: CDU Brackwede wundert sich, dass der Sozialdezernent eingreift
Unverzügliches Alkoholverbot

Bielefeld (WB). Die Brackweder CDU nimmt zur Kenntnis, dass auf Veranlassung des Sozialdezernenten Streetworker am Treppenplatz eingesetzt werden sollen, um Probleme, die von Gruppen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen ausgehen, in den Griff zu bekommen.

Sonntag, 04.08.2019, 10:00 Uhr
Die Zustände rund um den Treppenplatz bleiben weiter in der Diskussion. Foto: Peter Bollig

Carsten Krumhöfner, CDU-Fraktionsvorsitzender in der Bezirksvertretung (BZV) Brackwede: »Davon unabhängig, dass die BZV Brackwede vor Kurzem einstimmig den Einsatz von Streetworkern neben neun weiteren Maßnahmen beschlossen hat, um die Missstände am Treppenplatz zu beseitigen, wurde auch vor zwei Jahren der Einsatz von Streetworkern beschlossen.«

Es seien weder Ergebnisse präsentiert worden noch habe es spürbare Verbesserungen gegeben; ganz im Gegenteil, die Missstände hätten sich verschlimmert, meint Krumhöfner. Allerdings sei es als kleines positives Signal zu werten, dass wenigstens ein Mitglied des Verwaltungsvorstandes »hautnah miterlebt habe, wie die Trinkerszene Nachbarn und Gewerbetreibenden gewaltig ans Nervenkostüm und Wohlbefinden gehen.«

BZV-Mitglied Vincenzo Copertino findet es befremdlich, dass nach einer Begehung des Stadtbezirkes mit dem Sozialdezernenten auf einmal Handlungsbedarf von der Verwaltung aus gesehen werde, wo doch die eigentlich zuständige Ordnungsdezernentin Anja Ritschel im Vorfeld einige Termine am Treppenplatz mit Medienpräsenz abgehalten habe, ohne aber die wirklichen Probleme am Treppenplatz wirklich erkannt zu haben.

Copertino: »Die Ordnungsdezernentin war in den vergangenen Jahren zwar offenbar vor Ort, hat aber weder mit Gewerbetreibenden noch mit Anwohnern gesprochen. Stattdessen hat sie sich dafür feiern lassen, dass Ordnungskräfte eingestellt wurden, die bis heute noch nicht einmal befugt sind, Ordnungsmaßnahmen zu ergreifen.«

Verbessert habe sich an den »unerträglichen Zuständen« rein gar nichts. Es stelle sich die Frage, wie es angehen könne, dass das Sozialdezernat die Aufgaben des Ordnungsdezernates wahrnehmen müsse, damit endlich etwas passiere, wundert sich Copertino. Carsten Krumhöfner betont, dass seit 2015 immer wieder in der Bezirksvertretung einstimmige Beschlüsse zur Beseitigung der Missstände gefasst würden. Umgesetzt worden sei jedoch so gut wie nichts. In der jüngsten Sitzung der BZV sei zum Beispiel beschlossen worden, dass unverzüglich die Mauern am Treppenplatz, die die Trinkerszene und die Jugendlichen zum Verweilen einladen würden, abgetragen werden. Man sei es leid, immer wieder zu sehen, dass die Beschlüsse durch die Verwaltung blockiert würden. Carsten Krumhöfner: »Ich erwarte, dass unverzüglich die in der BZV von allen Parteien beschlossenen Maßnahmen umgesetzt werden. Insbesondere gilt dies für das beschlossene Alkoholverbot.«

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