Überdachung zwischen den Gleisen brannte – Ursache offenbar Dachdeckerarbeiten – mit Video Großeinsatz im Bielefelder Hauptbahnhof: Züge fahren wieder

Bielefeld (WB/cm/hu/cbr/dpa). Der Brand einer Überdachung im Bielefelder Hauptbahnhof hat in der Nacht zu Donnerstag einen Großeinsatz ausgelöst. Seit 3.12 Uhr war die Feuerwehr im Einsatz, verletzt wurde niemand. Der Schaden wird auf 250.000 Euro geschätzt. Mittlerweile fahren alle Züge wieder. Die Gleise 2 und 3 sind gesperrt, Gleis 1 ist eingeschränkt nutzbar.

Am Hauptbahnhof in Bielefeld ist in der Nacht ein Feuer ausgebrochen, das für einen Großeinsatz und erhebliche Einschränkungen im Bahnverkehr gesorgt hat.
Am Hauptbahnhof in Bielefeld ist in der Nacht ein Feuer ausgebrochen, das für einen Großeinsatz und erhebliche Einschränkungen im Bahnverkehr gesorgt hat. Foto: dpa

»Mittlerweile fahren unsere Züge wieder«, sagte eine Sprecherin der Deutschen Bahn dem WESTFALEN-BLATT. Einige Stunden lang fiel eine Eurobahn-Verbindung aus: die RB73 (»Der Lipperländer), der zwischen Bielefeld und Lemgo fährt. Da aber auch Gleis 1 am späten Vormittag wieder eingeschränkt für Dieselfahrzeuge nutzbar ist, fährt auch diese Verbindung wieder.

»Aufgrund der Ferienzeit ist es hier trotz der Sperrungen insgesamt nicht so dramatisch gewesen«, bilanziert die Sprecherin der Deutschen Bahn.

Die Eingänge zum Hauptbahnhof wurden nach der Sperrung durch die Bundespolizei wieder freigegeben. Ursache für den Brand können Dachdeckerarbeiten gewesen sein.

Verspätungen im Bahnverkehr

Bei vielen Zügen kam es zu Verspätungen. Über Bielefeld führen zum Beispiel die viel genutzten ICE-Verbindungen von Köln übers Ruhrgebiet nach Hannover und Berlin. Bahnreisende wurden gebeten, benachbarte Bahnhöfe zu nutzen.

Flammen fressen sich durch 25 Meter Dach

Wie Feuerwehreinsatzleiter Carsten Kroll mitteilte, wurde der Brand um 3:12 Uhr gemeldet. Zu diesem Zeitpunkt fanden Dachdeckerarbeiten statt. Die Flammen, die sich auf einer Länge von etwa 25 Meter durch die Bedachung fraßen, dämmten die Feuerwehrkräfte rasch ein. Der Bahnhofsbereich wurde stark verraucht. Aufgrund der starken Hitze löste sich ein Stahlträger und stürzte auf den Bahnsteig. Herabgefallener Brandschutt erschwerte den Brandbekämpfern ebenfalls die Arbeit. Von einer auf dem Bahnhofsvorplatz abgestellten Drehleiter wurde ebenfalls mit Wasser gelöscht.

Schaden auf 250.000 Euro geschätzt

Insgesamt hat die Feuerwehr mit 80 Einsatzkräften und 18 Fahrzeugen den Brand bekämpft. Die Bundespolizei schätzte den Schaden auf etwa 250.000 Euro.

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