44-Jähriger war in fünftes Bielefelder Gotteshaus eingedrungen Polizei fasst Kircheneinbrecher

Bielefeld (WB). Polizisten haben in Bielefeld einen Kircheneinbrecher (44) bei seiner fünften Tat gefasst. Eine Zeugin hatte nachts die Polizei alarmiert, weil sie Scheibenklirren an der Johanniskirche gehört hatte.

Nach dem Einbruch in die Johanniskirche im Bielefelder Westen wurde der Mann gefasst.
Nach dem Einbruch in die Johanniskirche im Bielefelder Westen wurde der Mann gefasst. Foto: Thomas F. Starke

Der Mann war über ein Fenster eingestiegen, vier Meter tief gestürzt und hatte sich schwer am Bein verletzt. Er gestand die Einbruchsserie und kam in Untersuchungshaft.

Eine Anwohnerin hatte gegen 2 Uhr die Polizei verständigt, nachdem sie ein Scheibenklirren aus Richtung der Johanniskirche wahrgenommen hatte.

Der Mann hatte zwei Mülltonnen übereinander gestapelt. So erreichte er eines der Buntglasfenster der Kirche. Es gelang ihm, über das Fenster in das Gebäudeinnere zu gelangen, wo er etwa vier Meter in die Tiefe stürzte. Bei dem Sturz zog er sich eine schwere Beinverletzung zu. Es blieb ihm nichts anderes übrig, als auf das Eintreffen der Einsatzkräfte zu warten.

Diensthund »Charly« findet Mann

Die kamen kurze Zeit später in Begleitung von Diensthund »Charly«, um das Gebäude zu durchsuchen. Als einer der Beamten fragte, ob sich jemand in der Kirche befände, antwortete der Einbrecher zunächst nicht. »Charly« nahm jedoch schnell die Witterung auf und führte die Beamten zu dem verletzten Mann, der sich ohne Widerstand festnehmen ließ.

Nachdem ihn Rettungskräfte versorgt hatten, wurde der 44-jährige Mann ohne festen Wohnsitz unter Bewachung in ein nahegelegenes Krankenhaus gebracht. Außerdem wurde gegen ihn Anzeige wegen Einbruchs erstattet. Während der Befragung im Krankenhaus zeigte sich der Mann geständig. Daher bringen ihn Ermittler auch mit den vorangegangenen vier Kirchen-Einbrüchen in Verbindung. Ebenso zählt ein Einbruchsversuch in eine Gaststätte in der Nähe vom Jahnplatz am 13. Juli zu den ihm vorgeworfenen Taten.

Noch im Krankenhaus wurde ihm am selben Tag durch einem Haftrichter der Untersuchungshaftbefehl verkündet. Und so wurde er zur weiteren Behandlung in ein Justizkrankenhaus verlegt.

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