Beim ersten Straßencafé steht der Treppenplatz positiv im Mittelpunkt
»Unaufgeregtes Miteinander«

Bielefeld (WB). Mit dem ersten internationalen Straßencafé ist Stadtteilkoordinatorin Sonja Frisch und vielen Helfern vom Runden Tisch Brackwede ein Doppel-Coup gelungen: Sie haben gezeigt, dass Brackwede eine lebendige Gemeinschaft sein kann und gleichzeitig, dass der Treppenplatz auch schöne Seiten hat.

Montag, 08.07.2019, 19:19 Uhr aktualisiert: 08.07.2019, 19:22 Uhr
Erstes Brackweder Straßencafé: internationale Kultur auf der Bühne, internationale Speisen am Buffet. Foto: Kerstin Sewöster

Nach dem Adventskalender und dem Lesepicknick im Brackweder Stadtpark war das internationale Straßencafé am Sonntag der dritte Vorstoß, Brackwede mit all seinen Menschen ins rechte Licht zu rücken. Im Halbrund waren die Biergartengarnituren aufgestellt, auf denen sich schnell die Menschen drängelten. Im Zentrum stand die Bühne, auf der vier Stunden lang Vorführungen geboten wurden. Den Auftakt machte der inklusive Chor Tutti Colori. Die Kindertanzgruppe des türkisch-aserbaidschanischen Kulturvereins zeigte Tänze in Tracht; es folgten die Mädchen und Jungen der Brackweder Chorschule, die sängerisch auf den Sommer einstimmten.

Kulturfest im besten Sinne

Ein Kulturfest im besten Sinne war das internationale Straßencafé, denn das Programm war so bunt gemischt wie die Menschen, die im Bezirk leben. Die Renegades Linedancer zeigten ihr Können ebenso wie die Rope-Skipping-Abteilung der Brackweder Sport-Vereinigung und der Alevitische Kulturverein, der Melodien mit den lautenähnlichen Instrumenten Saz anstimmte.

Stadtteilkoordinatorin Sonja Frisch hatte zur Vorbereitung und Umsetzung 19 Vereine und Gruppen um sich versammelt. Gemeinsam haben sie in den vergangenen Monaten Ideen zusammengetragen und am Programm gefeilt. Umsonst und draußen sollte das internationale Straßencafé stattfinden. Das Ergebnis war neben dem Bühnenprogramm ein Buffet mit Speisen aus vieler Herren Länder, das die zahllosen neugierigen Besucher gerne ansteuerten.

»Mission erfüllt«

Begeistert zeigte sich auch Brackwedes Bezirksbürgermeisterin Regina Kopp-Herr. »Hier wird nicht übereinander geredet, sondern miteinander«, sagte sie und äußerte ihre besondere Freude darüber, dass die Veranstaltung auf dem Treppenplatz stattfand, den sie »Brackwedes gute Stube« nannte, »ein Ort, an dem Begegnung stattfindet«.

Sie blicke mit Stolz und Hochachtung auf den Stadtbezirk, der seit 130 Jahren Heimat für Menschen sei, die nicht ursprünglich von hier kämen. »Wir leben unaufgeregt miteinander«, sagte Kopp-Herr. Lob gab es auch von Bezirksvertreter Vincenzo Copertino (CDU), der dem Treiben als Besucher zuschaute. »Eine gute Mischung. Mission erfüllt«, sagte er mit Blick auf den belebten Treppenplatz.

Stadtteilkoordinatorin Sonja Frisch freut sich über die gute Resonanz auf das Straßencafé und vor allem über die positive Stimmung auf dem Treppenplatz, der seit langem wegen Ruhestörung und Verschmutzung in der Kritik steht. »Mir gefällt gut, dass die Menschen Lust darauf haben, etwas Schönes auf dem Treppenplatz zu machen«, sagt sie. Bei den offenen Sprechstunden, die sie anbietet, hätten schon mehrere Menschen Ideen geäußert und zum Beispiel mehr Straßenmusik in Brackwede angeregt.

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