Dennoch: Die jugendlichen Musiker finden ihr Publikum
»Bergnoize« leidet unter dem Regen

Bielefeld (WB). So viel Vorarbeit, so viel Mühe und Einsatz – und dann hat der Regen am Samstagabend einen Strich durch die Rechnung gemacht: »Bergnoize«, das erste Jugend Open Air Festival auf dem Johannesberg, musste vorzeitig beendet werden.

Montag, 08.07.2019, 11:42 Uhr aktualisiert: 08.07.2019, 11:44 Uhr
Der 14-jährige Jascha Löbbe mit Gitarre und starker Stimme stand zum ersten Mal auf einer Bühne. Foto: Julian Huchtmann

Dennoch zieht Mitorganisator Tim Tibbe ein positives Resümee: »Wir hatten ein Super-Feedback.« Und als die letzten Hartgesottenen bis gegen 20 Uhr im Regen getanzt hätten, sei die Atmosphäre wunderbar gewesen.

Schade für die Veranstalter und die jugendlichen Festivalbesucher war, dass ausgerechnet »Razz«, vier Jungs aus dem Emsland, die Indie-Rock spielen, ebenso wie Songrapper Bengio, der mit Band angereist war, nicht auftreten konnten: Als sie die Bühne hätten erobern sollen, fing es an zu regnen und erwies sich das Dach über der Bühne als undicht. Wegen ihres teuren und empfindlichen Equipments musste ihr Auftritt schweren Herzens abgesagt werden – wofür sich die Musiker auf Insta­gram ausdrücklich entschuldigten. Bengio überlegt gar Wiedergutmachung in Form eines Rap-Workshops.

Boxen wetterfest eingepackt

Renegade allerdings mit der robusteren Ausrüstung trotzte dem Wetter, die Hardrock-Band hatte selbst im strömenden Regen Lust aufs Musizieren. Und auch DJ Klopfer (alias Kevin Röhling) konnte am Ende auflegen und zum Regentanz animieren: Er war im Pavillon geschützt, und die Boxen auf der 360-Grad-Bühne waren wetterfest eingepackt.

Immerhin, die jugendlichen Bands aus Bielefeld und Umgebung konnten bereits am Nachmittag und frühen Abend ihre Chance nutzen: von dem Mädels-Trio »Notre Drum« bis zum 14-jährigen Jascha, der sein Publikum beeindruckte. »Es war super, dass sie ihre Zuhörer fanden«, sagt Tibbe, der mit Stephanie Wilson, Christoph Braekling und Kevin Röhling die Projektleitung hatte.

»Aber wir waren ein bunt gemischtes Team und hatten viele Helfer«, betont er. Organisation und Planung haben funktioniert, das Ordnungsamt hat alles für gut befunden, es gab neben der Musik einen »Markt der Möglichkeiten« – aber eben der Regen ... »So etwas ist unkalkulierbar, insofern bin ich auch nicht wütend oder enttäuscht«, sagt Tibbe. Zwar litt auch der Besuch unter dem Wetter und blieb hinter den Erwartungen zurück, »aber wir haben alle super viel gelernt. Eine Erfahrung war es«.

Unterstützung hatte das Team von Jugendamt und Jugendring.

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