Brand im Kellerschacht eines großen Hauses – Passanten behindern Einsatzkräfte
Feuerwehr löscht am Kesselbrink

Bielefeld (WB/hz). 20 Brandbekämpfer von der Bielefelder Berufsfeuerwehr und von der freiwilligen Löschabteilung Mitte haben am Sonntagnachmittag ein Feuer bekämpft, bevor es sich mitten in der Innenstadt auf ein mehrgeschossiges Wohn- und Geschäftshaus ausbreiten konnte. Passanten, Schaulustige und Besucher eines Wettbüros behinderten immer wieder massiv die Löscharbeiten.

Sonntag, 07.07.2019, 17:25 Uhr aktualisiert: 07.07.2019, 17:42 Uhr
Löscheinsatz auf der Wilhelmstraße. Foto: Jens Heinze

Der Feueralarm lief um 15.51 Uhr in der Leitstelle der Berufsfeuerwehr auf, sagte Feuerwehrsprecher Michael Jürgens. Gemeldet worden sei eine Rauchentwicklung aus einem Kellerschacht eines großen Wohn- und Geschäftshauses an der Wilhelmstraße. Wegen der zunächst unklaren Lage am Einsatzort zwischen dem Kesselbrink und dem Jahnplatz seien sowohl der Löschzug von der Hauptwache am Stadtholz als auch die freiwilligen Brandbekämpfer von der Löschabteilung Mitte ausgerückt.

Vor Ort stellte sich dann schnell heraus, dass vermutlich eine achtlos weggeworfene glimmende Kippe Müll und altes Laub im Kellerschacht entflammt hatte. Der Brand hatte noch nicht auf das Untergeschoss des Hauses übergegriffen.

Feuerwehrleute an der Brandstelle. Rechts unten im Bild der geöffnete Kellerschacht.

Feuerwehrleute an der Brandstelle. Rechts unten im Bild der geöffnete Kellerschacht. Foto: Jens Heinze

Während ein Teil der Feuerwehrleute mit einer Wärmebildkamera zur Kontrolle in den Keller vorrückte und nach möglicherweise versteckten Glutnestern suchte, entfernten auf dem Gehweg weitere Retter den Gitterrost über dem Kellerschacht und kippten eimerweise Wasser aus einem Löschfahrzeug auf den brennenden Abfall.

Der Feuerwehreinsatz wurde immer wieder von Passanten gestört. So liefen Besucher eines Wettbüros, das sich im Erdgeschoss des Brandhauses befindet, ebenso mitten durch die Einsatzkräfte wie eine vierköpfige Familie oder Schaulustige. Mit schierer Engelsgeduld forderten Feuerwehrleute die Störer einen nach dem anderen auf, zum Bürgersteig auf die gegenüberliegende Straßenseite zu wechseln, den geöffneten Kellerschacht zu umgehen und die Löscharbeiten nicht zu behindern.

Während der Löscharbeiten war die Wilhelmstraße für knapp eine Stunde komplett gesperrt. Polizisten leiteten den Verkehr über die Friedrich-Verleger-Straße ab. Der Brandschaden konnte von der Feuerwehr noch nicht beziffert werden.

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