Stadt warnt davor, Nester selbst zu entfernen
Eichenprozessionsspinner-Funde sollen gemeldet werden

Bielefeld (WB/wie). Nach dem ersten Fund auf dem Friedhof in Dornberg sind mittlerweile drei weitere Nester mit den giftigen Raupen des Eichenprozessionsspinners in Bielefeld entdeckt worden.

Freitag, 05.07.2019, 14:22 Uhr aktualisiert: 05.07.2019, 17:52 Uhr
Der Eichenprozessionsspinner hat giftige »Brennhaare«, die durch den Wind weitergetragen Foto: dpa

Ein Nest wurde in einer öffentlichen Grünanlage in Brake gemeldet. »Außerdem ist noch ein zweites Nest auf dem Friedhof Dornberg entdeckt worden«, erklärt Andrea Marten, Sprecherin des Umweltbetriebs Bielefeld. Beide Nester seien von Mitarbeitern des Umweltbetriebs, wie schon beim ersten Fall in Dornberg, mit einem Spezialsauger abgesaugt und entsorgt worden.

Auch im Park des Oetker-Konzerns ist von Baumpflegern ein Nest mit Raupen des Nachtfalters entdeckt worden. Da es sich hier um Privatgelände handelt, ist der Umweltbetrieb nicht zuständig. »Wir haben einen Schädlingsbekämpfer beauftragt, vorbeizukommen und das Nest zu entfernen. Diese Firmen sind momentan aber offenbar stark gefragt«, berichtet Oetker-Sprecher Dr. Jörg Schillinger. Die betroffene, etwas abseits stehende Eiche sei markiert worden. Schillinger: »Es gibt keine Gefährdung für unsere Mitarbeiter.«

Genauen Fundort melden

Die Raupen des Eichenprozessionsspinners haben giftige Brennhaare, die im Falle eines Kontakts bei Menschen allergische Reaktionen wie starke Hautreizungen hervorrufen können. Wer mit den Brennhaaren in Berührung kommt, sollte duschen und die Kleidung wechseln. Sind die Augen betroffen, sollte mit Wasser ausgespült werden. Bei starken Beschwerden sollte ein ärztlicher Rat eingeholt werden. Das rät die Stadt Bielefeld, die in einer Pressemitteilung zudem dazu aufruft, Fundorte sofort zu melden.

Bürger, die ein Nest des Eichenprozessionsspinners im öffentlichen Raum wie Parks oder Grünanlagen entdecken, sollen dies dem Bürger-Service-Center der Stadt unter Telefon 0521/51-0 oder -115 melden. Alternativ können die Informationen auch per Mail an bsc@bielefeld.de oder über die Mängelmelder der Bielefeld-App weitergegeben werden. Dabei sei es wichtig, den genauen Fundort zu nennen und möglichst ein Foto beizufügen.

Da die Zeit der Verpuppung – als Schmetterling ist der Eichenprozessionsspinner ungefährlich – spätestens Anfang Juli abgeschlossen ist, rechnet Uwe Eweler, Geschäftsbereichsleiter beim Umweltbetrieb Bielefeld, in diesem Jahr nicht mehr damit, dass noch neue Raupen-Generationen auftauchen. Es könne aber noch weitere, bislang noch nicht entdeckte Nester im Stadtgebiet geben.

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