Stuten- und Fohlenschau auf dem Gestüt Wahl & Co. – Champions aus Bielefeld
»Harry Potter« verzaubert die Jury

Bielefeld (WB). Sie laufen eine Runde im Trab. Meistens, aber nicht immer, bleibt das Fohlen an der Seite seiner Mutter. Hier und da ist immer mal wieder ein lautes Wiehern zu hören. Zuschauer, Züchter und Wertungskommission nehmen das tierische Treiben auf dem Gestüt von Wahl & Co. in Schröttinghausen vergnügt zur Kenntnis. Bei der Stuten- und Fohlenschau des Holsteiner Verbandes ist einiges los.

Freitag, 05.07.2019, 03:00 Uhr
Starkes Gespann: Der erst sechs Wochen alte »Harry Potter« (hier mit Mutter »Wolke Sieben«) siegt bei den Hengstfohlen. Foto: Arndt Wienböker

Und am Ende darf sich Gastgeberin und Eigentümerin Angelika Wahl-Schwentker sogar über einen Doppelsieg freuen. Sowohl bei den Hengst- als auch bei den Stutfohlen landet das Gestüt Wahl & Co. auf Platz eins. »Das ist natürlich ein schöner Erfolg, über den wir uns sehr freuen. Es ist eine schöne Sache, hier unsere Fohlen zu präsentieren und sich mit anderen Züchtern zu messen«, betont Wahl-Schwentker.

Stuten- und Fohlenschau auf dem Gestüt Wahl & Co.

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  • Stuten- und Fohlenschau auf dem Gestüt Wahl & Co.
Foto: Arndt Wienböker
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Ihr Gestüt richtet zum zweiten Mal eine Stuten- und Fohlenschau aus. Anders als noch bei der Premiere im Vorjahr ist eine Teilnahme nun aber nicht mehr verpflichtend, weil die Fohlen mittlerweile alle gechippt werden (Brandzeichen sind vorläufig verboten), was auch von einem Tierarzt außerhalb einer Fohlenschau vorgenommen werden kann. »Der Chip ist wie ein Pferdepass, der eine eindeutige Identifikation ermöglicht«, erklärt Gestüt-Sprecherin Klaudia Engelage.

In diesem Jahr haben sich 13 Stut- und sechs Hengstfohlen in Schröttinghausen eingefunden, sechs davon kommen aus dem Stall von Wahl & Co. Die dreiköpfige Kommission aus Kiel mit Dr. Thomas Nissen, Zuchtleiter vom Verband der Züchter des Holsteiner Pferdes, an der Spitze bewertet die Fohlen, die zwischen sechs Wochen und fünf Monate alt sind, in den Kategorien »Typ« und »Bewegung«.

Es geht um Ausdruck und Takt

»Es geht in erster Linie darum, wie ausdrucksstark die Fohlen sind und ob sie sich raumgreifend im Takt bewegen«, klärt Klaudia Engelage auf. Aus beiden Kategorien setzt sich eine Note zusammen, die darüber entscheidet, ob die Tiere sich für das Fohlenchampionat qualifizieren, in dem schließlich das beste Hengst- und das beste Stutfohlen prämiert werden.

Die Bielefelder Jungpferde machen ihre Sache an diesem Tag ganz besonders gut. »Ein herrliches Fohlen«, schwärmt die Zuchtkommission, als »Otto«, gerade mal sechs Wochen alt, mit Mutter »P-Quinara« durch den Parcours trabt. »Harry Potter« ist noch zwei Tage jünger als sein »Kumpel«. Er stammt ebenfalls vom Gestüt Wahl & Co. und verzaubert an der Seite von Stute »Wolke Sieben« die Jury. »Absolut prämien- und ehrenpreiswürdig!« So geht der Sieg bei den Hengstfohlen an »Harry Potter«, »Otto« belegt Platz drei. Auch bei den Stutfohlen setzt sich das Bielefelder Gestüt durch. Hier bekommt »Constanze« mit Mutter »River Lady« die Siegerschleife samt Ehrenpreis.

Die Namen der Fohlen sind noch nicht die, die sie später einmal tragen werden. »Das geschieht erst, wenn sie als Sportpferd eingetragen werden. Dabei richtet sich der erste Buchstabe des Namens immer nach dem Namen des Hengstes, um die Blutlinie verfolgen zu können«, erklärt Klaudia Engelage. Die Väter der Fohlen sind teilweise erfolgreiche Sporthengste wie zum Beispiel Olympia-Springpferd »Casall«.

Auf dem Gestüt von Wahl und Co. werden seit mehr als 40 Jahren erfolgreich Holsteiner Sportpferde gezüchtet. Engelage: »Damit sind wir der größte Holsteiner-Züchter in Bielefeld. Das hat bei uns Tradition. In erster Linie möchten wir Springpferde hervorbringen.« 45 bis 50 Pferde gehören zu dem Gestüt, die Zwei- bis Dreijährigen befinden sich seit Anfang Mai auf der Sommerwiese in Friesland. Das Bielefelder Gestüt bildet auch aus, zum »Pferdewirt Zucht und Haltung«.

Für den reibungslosen Ablauf der zweiten Stuten- und Fohlenschau erhält der Ausrichter ein großes Lob von höchster Stelle. Dr. Thomas Nissen, Zuchtleiter des Holsteiner Verbandes: »Alles war perfekt organisiert. Hier herrschen ideale Bedingungen. Die Qualität der Fohlen war ebenfalls hervorragend. Wir haben einen guten Jahrgang mit guten sportlichen Perspektiven gesehen.«

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