DHL Express investiert 17 Millionen Euro in Logistikbau am Ostring – mit Video
Start in eine neue Zeit

Bielefeld (WB). Die neue Zeit soll Anfang 2020 beginnen. Dann bewegt DHL Express in Oldentrup stündlich 3.000 Sendungen und lädt 74 Fahrzeuge zeitgleich. Mittwoch war Grundsteinlegung des Neubaus.

Donnerstag, 04.07.2019, 03:00 Uhr aktualisiert: 04.07.2019, 17:48 Uhr
Symbolische Grundsteinlegung (von links): Niederlassungsleiter Marc Ulbrich, Bezirksbürgermeister Holm Sternbacher, DHL-Express-Chef Markus Reckling, Investor Ralf Luschnat und Projektleiter Siegfried Borchardt an der Baustelle in OLdentrup. Foto: Michael Diekmann

Für Bielefeld ist die Veranstaltung an der Teltower Straße in Oldentrup ganz besonderes, bekräftigt Bezirksbürgermeister Holm Sternbacher. Die Investition in Höhe von 17 Millionen Euro stärkt die Bedeutung Bielefelds als Logistikstandort für OWL. Für die DHL- Express ist es »regelmäßige Tradition mehrfach im Jahr«, solche Grundsteine zu legen, unterstreicht Markus Reckling, DHL-Bereichsleiter Europa.

Der Logistikriese wird in diesem Jahr 50 und befindet sich auf einem enormen Expansionskurs. In Berlin wird noch 2019 ebenfalls der Grundstein gelegt, in München im laufenden Betrieb die Kapazität verdreifacht.

In Bielefeld errichtet der Hamburger Investor Property-Team AG die Gebäude auf dem Recycling-Grundstück von 16.000 Quadratmetern. Anschließend wird hochmoderne Logistik installiert, eine vollautomatische Sortieranlage. Insgesamt beziffert Reckling das Investitionsvolumen von DHL in naher Zukunft mit 200 Millionen Euro. Große Kunden wie Amazon, Bertelsmann, Miele und Nobilia erwarten Tempo. Und neue Kunden will man dazu gewinnen.

Bebaut werden etwa 3.800 Quadratmeter. Dazu entstehen die typischen »Delivery-Finger«, an denen bis zu 74 Lieferfahrzeuge zeitgleich be- und entladen werden können. Die Zuordnung der Pakete erfolgt vollautomatisch unter Dach bis an die Wagen, erklärt Niederlassungsleiter Marc Ulbrich. Dazu erhält der neue Standort drei Ladesäulen für die neue elektrische Lieferlogistik. Ein Liefer-Scooter ist bereits in Oldentrup im Regel-Einsatz für DHL-Express, bundesweit sind es 25 Fahrzeuge. Während die Reichweite hier bei bis zu 150 Kilometern liegt, plant Markus Reckling bereits mit der neuen Generation.

Fahrzeuge fahren auf Wasserstoff-Basis

Diese Fahrzeuge auf Ford-Basis und in Aachen entwickelt fahren auf Wasserstoff-Basis und schaffen bis zu 500 Kilometer. Damit seien sie optimal geeignet für die Express-Logistik wie in Bielefeld, von wo aus man neben den Postleitzahlbezirken 32 und 33 auch Beelen und Ennigerloh versorgt. Insgesamt will DHL bis zu 200 Fahrzeuge anschaffen, dazu eine intelligente Ladeinfrastruktur. Deren Prototyp steht in Berlin. Geplant ist laut Reckling, dass die Ladezeiten in den zeitlichen Lücken der Logistik liegen und das Netz so nicht unnötig überlasten.

Für Bezirksbürgermeister Holm Sternbacher ist das Bauprojekt in Oldentrup am Ostring ein Zeichen dafür, wie man alte Gewerbestandorte für eine neue Nutzung überplant. Vom Altstandort von DHL sind es nur zwei Kilometer. Und weil man eine Abwanderung ins Umland vermeidet, bleiben der Stadt auch 140 Arbeitsplätze erhalten.

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