Neuer Laserscanner auf Stativ bis zum Jahresende gemietet
Stadt Bielefeld testet neuen mobilen Blitzer

Bielefeld (WB/hz). Bielefelds neuer schussfester und alarmgesicherter mobiler Blitzer »Bernhard« bekommt einen kleinen »Bruder«. Von Donnerstag an testen Mitarbeiter des städtischen Ordnungsamtes eine gleichfalls bewegliche Radaranlage mit identischer Messtechnik. Erster Einsatzort soll die Paulusstraße sein.

Mittwoch, 03.07.2019, 04:00 Uhr aktualisiert: 03.07.2019, 09:26 Uhr
Blitzer »Bernhard« Foto: Peter Bollig

Der gemietete Blitzer sitzt allerdings nicht wie bei »Bernhard« in einer Art Autoanhänger, sondern auf einem dreibeinigen Stativ. Die Dreibein-Anlage soll am Fahrbahnrand etwa auf Gehwegen überall dort aufgestellt werden, wo »Bernhard« oder die Radarwagen der Stadt mangels Parkplätzen nicht stehen können. »Das ist praktisch die Kamera von »Bernhard« auf einem Dreibein. Nur sitzt der Laserscanner nicht im Gehäuse, sondern auf dem Stativ«, erklärt Norman Rosenland, beim Ordnungsamt zuständig für kommunale Verkehrsordnungswidrigkeiten. Weil beim neuen Blitzer allerdings »Bernhards« Schutzhülle fehle, werde die Dreibein-Anlage nur unter Aufsicht eines Ordnungsamts-Mitarbeiters eingesetzt. Hersteller sei wie beim schussfesten Superblitzer die Firma Jenoptik.

Gerichtshof tritt Entscheidung

Der neue Laserscanner auf Stativ sei bis zum Jahresende gemietet worden, sagte Rosenland. Ob er bis dahin auch im Einsatz ist, ist bekanntlich ungewiss. Wie berichtet, wird unter anderem vor dem Verfassungsgerichtshof des Saarlandes gegen die Laserscanner-Technik der Firma Jenoptik geklagt.

Grund: Die Messergebnisse lassen sich nicht im Detail nachvollziehen. Der Gerichtshof will voraussichtlich bis Mitte Juli eine Entscheidung pro oder contra Laserscanner fallen, heißt es von der Justiz des Saarlandes. Wird negativ entschieden, kann dass das vorläufige Aus sowohl für Superblitzer »Bernhard« als auch für die neue Dreibein-Anlage mit dem gleichen Laserscanner bedeuten. Rosenland: »Wird uns die Technik vom Gericht stillgelegt, können wir den neuen Blitzer sofort wieder zurückgeben. Kosten entstehen der Stadt dadurch nicht.«

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