Dr. Jens Schröder (53) ist neuer Geschäftsführer des Studierendenwerks Von Reutlingen nach Bielefeld

Bielefeld (WB). Das Studierendenwerk Bielefeld hat einen neuen Geschäftsführer. Am 1. Juli hat Dr. Jens Schröder die Nachfolge von Sigrid Schreiber angetreten, die sich nach 35 Jahren im Dienst des Studierendenwerks aus dem aktiven Berufsleben verabschiedet hat.

Von Arndt Wienböker
Dr. Jens Schröder (links) hat am 1. Juli die Nachfolge von Sigrid Schreiber (rechts) als Geschäftsführer des Studierendenwerks Bielefeld angetreten. Darüber freut sich auch der Verwaltungsratsvorsitzende Christian Osinga.
Dr. Jens Schröder (links) hat am 1. Juli die Nachfolge von Sigrid Schreiber (rechts) als Geschäftsführer des Studierendenwerks Bielefeld angetreten. Darüber freut sich auch der Verwaltungsratsvorsitzende Christian Osinga. Foto: Arndt Wienböker

Am Dienstag stellte sich der neue Geschäftsführer in einem Pressegespräch vor. Der 53-jährige Diplomkaufmann möchte in erster Linie die Arbeit seiner Vorgängerin fortsetzen. »Bielefeld ist ein bekannt solides, wirtschaftlich gesundes Studierendenwerk – ohne interne Reibereien. Hier wird viel investiert. Der Standard ist sehr hoch, und den möchte ich die nächsten Jahre beibehalten.«

Christian Osinga, Verwaltungsratsvorsitzender, freut sich, dass der neue Geschäftsführer (endlich) den Weg nach Bielefeld gefunden hat. Das Bewerbungsverfahren wurde bereits im Jahr 2014 eingeleitet. Osinga: »Es hat fast fünf Jahre gedauert, bis eine Einigung mit dem zuständigen Ministerium für Kultur und Wissenschaft erzielt werden konnte. Zum Glück ist unser Wunschkandidat Dr. Schröder immer noch bereit gewesen, zu uns zu kommen.«

Ein neuer Lebensabschnitt beginnt

Dabei habe auch der Standort eine Rolle gespielt, denn der 53-Jährige ist ein gebürtiger Westfale. Er stammt aus Kierspe (Märkischer Kreis). »Und jetzt beginnt für meine Frau und mich ein neuer Lebensabschnitt«, erklärt Schröder, der im Bielefelder Süden (Quelle) ein neues Zuhause bezogen hat. Die 19-jährige Tochter ist zunächst in Baden-Württemberg geblieben.

Nach einer Ausbildung zum Bankkaufmann und einem Studium der Betriebswirtschaftslehre samt Promotion an der Universität Münster durchlief Schröder zunächst berufliche Stationen außerhalb des Hochschulumfeldes; als Geschäftsführer der Handelskammer Bremen und in der Industrie- und Handelskammer Münster. Von Oktober 2004 bis Juni 2016 war er fast zwölf Jahre lang als Geschäftsführer des Studierendenwerks Mannheim tätig. Danach agierte der Doktor der Staatswissenschaften als Kanzler an der Hochschule Reutlingen. »Der Kontakt nach Bielefeld ist aber nie abgerissen. Es hat mich immer gereizt, noch einmal ein größeres Studierendenwerk zu übernehmen.«

Mehr Wohnheimplätze für Studierende

Das StW Bielefeld mit seinen 470 Mitarbeitern versorgt insgesamt etwa 43.000 Studenten und Beschäftigte, 24.000 studieren an der Universität Bielefeld. Als regionaler Dienstleister ist es neben der Uni Bielefeld zuständig für die Fachhochschule Bielefeld, die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe und die Hochschule für Musik Detmold. Kernaufgaben sind die Beschaffung und Verwaltung von Wohnraum (im Mai wurde das hochmoderne Studentenwohnheim an der Stennerstraße, eine 20-Millionen-Euro-Anlage, offiziell eröffnet), die Bearbeitung von BAföG-Anträgen, die Trägerschaft von Kindertagesstätten und die Hochschulgastronomie (Mensen, Cafeterien, Catering) mit insgesamt neun Standorten. Der Jahresumsatz für das Geschäftsjahr 2018 betrug 17,2 Millionen Euro bei einer Bilanzsumme von gut 73 Millionen Euro.

Dr. Jens Schröder, der einen Fünf-Jahres-Vertrag unterschrieben hat, will sich vor allem dem schwierigen Thema Wohnungsbau widmen. »Wir brauchen einen stetigen Ausbau von Wohnheimplätzen für Studierende. Das geht nicht ohne Zuschüsse des Landes.« Sigrid Schreiber und Christian Osinga betonen: »Bielefeld benötigt noch mindestens ein zusätzliches Wohnheim mit 400 Plätzen.« Übergeordnetes Ziel von Schröder ist es, »jeden Sektor weiterzuentwickeln«.

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