Investor aus Rietberg lässt in Senne ein Haus für 14 Mietparteien bauen – mit Video »Nur noch die Lampen aufhängen«

Bielefeld/Rietberg (WB). Zentraler als im Ortszentrum geht es nicht: Direkt neben der katholischen Kirche St. Bartholomäus und nur durch die Windelsbleicher Straße vom Senner Marktplatz getrennt, entsteht gerade ein zweieinhalbgeschossiges Mehrfamilienhaus mit 14 barrierefreien Mietwohnungen. Es soll noch im ersten Quartal 2020 bezugsfertig sein.

Von Markus Poch
Auf der langjährigen Brachfläche neben der katholischen Senner Kirche St. Bartholomäus herrscht seit April rege Bautätigkeit. Investor Ansgar Gierth hat dort, parallel zur Windelsbleicher Straße, den Bau eines Mehrfamilienhauses angestoßen.
Auf der langjährigen Brachfläche neben der katholischen Senner Kirche St. Bartholomäus herrscht seit April rege Bautätigkeit. Investor Ansgar Gierth hat dort, parallel zur Windelsbleicher Straße, den Bau eines Mehrfamilienhauses angestoßen. Foto: Markus Poch

Nachdem es fünf Jahre lang brach gelegen hatte, tut sich jetzt eine ganze Menge auf dem 1500 Quadratmeter großen Grundstück der früheren Domschänke, Win­delsbleicher Straße 232: Keller- und Erdgeschoss sind im Rohbau bereits fertig. Aktuell laufen die vorbereitenden Arbeiten der Firma Bauteam Lang zum Betonieren der Decke des Erdgeschosses. Danach geht es dort mit dem Mauern der Außenwände weiter.

Hinter dem Projekt steckt der Rietberger Investor Ansgar Gierth. Der 43-Jährige ist verheiratet, Vater dreier halbwüchsiger Mädchen und hauptamtlich Geschäftsführer eines mittelständischen Pflegedienstes. Er legt hier inklusive Grundstückskauf mindestens 2,8 Millionen Euro auf den Tisch. Nach einem Sechsfamilienhaus in Delbrück ist dieses sein zweites großes Bauvorhaben, das er als Privatmann mit Spaß umsetzt. Dabei kommen ihm seine Kenntnisse aus der Pflege alter und kranker Menschen zugute.

Alle Parteien profitieren von einem Aufzug

»Ich habe inzwischen viel Erfahrung mit Barrierefreiheit sowie bei Anordnung und Struktur von Räumlichkeiten«, sagt Gierth. Und das solle sich auch am und im neuen Gebäude niederschlagen. 14 Wohnungen zwischen 65 und 90 Quadratmetern sind dort geplant. »Das ist ideal für Paare oder kleine Familien«, betont der Bauherr. Alle Wohnungen seien mit eigenem Kellerraum sowie im Parterre mit kleinem Garten beziehungsweise in Ober- und Dachgeschoss mit Balkonen/Loggia zwischen 8 und 14 Quadratmetern ausgestattet. Außerdem gehörten Belüftungsanlage, Fußbodenheizung, elektrische Rollläden, dreifach verglaste Fenster, zur Straße hin extra schallgeschützt, und ein Glasfaseranschluss zum Paket.

Alle Parteien profitieren von einem Aufzug, einer Luftwärmepumpe, gemeinsamem Trocken- und Wäscheraum, Granit im Hausflur und »als Bonbon« einer Photovoltaikanlage auf dem Dach des Hauses, das dem Energiestandard kfw 55 entspricht. »Es wird alles, nur kein 08/15-Bau«, verkündet Ansgar Gierth. Zur Verkleidung der Fassade hat er einen rötlichen belgischen Klinker ausgesucht, der dem Gebäude einen Hauch von »Landhausstil« verleihen soll. Vor und rechts neben dem Haus will er 14 bis 18 Parkplätze ausweisen; dahinter einen kleinen Kinderspielplatz.

»Man ist ruckzuck überall – sogar auf der Autobahn.«

Doch warum baut der Unternehmer ausgerechnet an diesem Platz in Senne? »Der Standort mit den Einkaufsmöglichkeiten, der Kirche und dem Toppmannsbach hat was«, sagt Gierth. »Man ist ruckzuck überall – sogar auf der Autobahn.«

Die ersten Erdarbeiten auf dem Baugrundstück, das der Investor schon 2014 gekauft hatte, waren im April erfolgt. Schlüsselfertig soll das Haus – je nach Witterung im nächsten Winter – bis Ende März 2020 sein. »Dann brauchen die Leute nur noch die Lampen aufzuhängen und einzuziehen.«

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