Naturfreunde veranstalten zum ersten Mal ein Outdoor-Sportwochenende Hauptsache draußen

Bielefeld (WB). »Am liebsten möchte ich gar nicht wieder aussteigen«, ruft Svenja Kehr begeistert. Und ihre Kinder Arne (9) und Milla (5) finden es einfach »cool«. Mit dem Kanu sind die Drei gerade über den Meierteich in Heepen gepaddelt beim Outdoor-Sportwochenende, das die Naturfreunde Bielefeld am Samstag und Sonntag zum ersten Mal ausgerichtet haben.

Von Hendrik Uffmann
Svenja Kehr paddelt mit ihren Kindern Arne (9) und Milla (5), Patrick Urban (rechts) von der Naturfreundejugend hat Mira (8) und Kilian (6) mit im Kanu.
Svenja Kehr paddelt mit ihren Kindern Arne (9) und Milla (5), Patrick Urban (rechts) von der Naturfreundejugend hat Mira (8) und Kilian (6) mit im Kanu. Foto: Hendrik Uffmann

Unter dem Motto »Hauptsache draußen« hatte der Verein ein Programm auf die Beine gestellt, das die Vielfalt seiner Angebote zeigt. »Die Idee ist, dass die Besucher alles ausprobieren und uns als Verein kennen lernen können«, erklärte Vorsitzender Gerd Weichynik am Samstag.

Standort und Ausgangspunkt für viele der Sportangebote war das Naturfreundehaus am Meierhof an der Heeper Straße. So wie Svenja Kehr mit ihren Kindern konnten alle Besucher beim »Algen-Paddeln« auf dem kleinen Gewässer unterwegs sein – und auch einige der Pflanzen, die in dem Teich wuchern, mit an Land bringen. »Aktivitäten draußen und Naturschutz gehören für uns zusammen«, erläuterte Gerd Weichynik.

Für Arne und Milla war die Tour in dem Boot eine ganz neue Erfahrung. »Ich habe aber auch schon das Bogenschießen und das Klettern ausprobiert«, erklärte Arne. Und Milla freute sich darauf, als nächstes ihr Gleichgewichtsgefühl auf der Slack-Line zu testen.

In der Boulder-Halle des Naturfreundehaus hatte sich unterdessen Benjamin ein klares Ziel gesetzt. »Die eine Wand habe ich schon fast durchklettert. Aber ich will auch noch die Stelle schaffen, an der man kopfüber hängt«, sagte der Zehnjährige zielstrebig.

Auch im Kopf fit

Auch, wenn er sich selbst nicht als »Sportskanone« sieht, ist er inzwischen auf den Geschmack gekommen. »Es macht mir Spaß, im Kopf Rätsel zu lösen. Und beim Bouldern muss man immer überlegen, welchen Griff man als nächstes benutzt. Das ist auch wie ein Rätsel.«

Vom Naturfreudenhaus aus starteten aber auch Sport-Angebote in das Quartier. Die Mountain-Bike-Gruppe um Stephan Zöllner und Johannes Blomeyer machte sich von dort aus auf den Weg zum »Monte Scherbelino«, wo die Naturfreunde im vergangenen Jahr eine Downhill-Piste in Betrieb genommen haben, die Teilnehmer einer Radtour rund um Heepen durften bei einem Zwischenstopp auch einige Runden im Oval der Radrennbahn drehen.

Außerdem gab es eine Wanderung durch den 5. Kanton mit Erklärungen zu der Siedlung rund um die Ziegelstraße, eine Nordic-Walking-Tour, Klettern im Halleluja-Steinbruch im Teutoburger Wald und – für die, die sich zuvor angemeldet hatten – eine Kanutour auf der Lippe. Bei Vorträgen informierten die Naturfreunde außerdem über das, was sie sonst noch alles im Programm haben – vom Wandermarathon auf Korsika bis zu Skihochtouren.

Live-Musik auf der Deele

Am Samstagabend gab es dann Live-Musik auf der Deele des Naturfreundehaus mit der Band »Strange Crew« und die offene Boulder-Night, am Sonntagmorgen konnten sich alle Teilnehmer zum gemeinsamen Frühstück am Meierhof treffen. Denn, so Gerd Weichynik, »zu 50 Prozent geht es um den Sport, und zu 50 Prozent um die Menschen, mit denen man diesen ausübt.«

Ob das Outdoor-Sportwochenende wiederholt wird, stehe noch nicht fest, sagte der Vorsitzende. Gebe es ein großes Interesse, sei eine Neuauflage in zwei oder drei Jahren denkbar. Und dafür hat Weichynik auch schon neue Ideen. Dann könnte zum Beispiel auch eine Mini-Skischanze aufgestellt werden, die Sprünge über mehrere Meter erlaubt.

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