Staatsanwaltschaft Bielefeld wirft 30-Jährigem zwei Sextaten und Misshandlung der Freundin vor
Iraker soll Frau vergewaltigt haben

Bielefeld (WB/hz). Ist es ein Rachefeldzug der Ex-Freundin (21) oder hat sich ein in Bielefeld lebender Iraker (30) der zweifachen Vergewaltigung und Körperverletzung der Frau schuldig gemacht? Diese Frage muss seit Donnerstag die 1. Große Strafkammer des hiesigen Landgerichtes in einem auf fünf Verhandlungstage angesetzten Prozess klären.

Freitag, 07.06.2019, 12:15 Uhr aktualisiert: 07.06.2019, 13:00 Uhr
Symbolfoto Foto: dpa

Staatsanwältin Julia Schikowski wirft dem Iraker schwere Verbrechen vor. Im März und April vergangenen Jahres soll der Produktionshelfer seine damalige Freundin in einer Wohnung in Ubbedissen vergewaltigt haben. Auf das Flehen der Frau, die Sex-Attacke zu unterlassen, soll der Mann nicht reagiert haben.

Ende Mai 2018 soll die kriselnde Beziehung des Paares öffentlich eskaliert sein. Weil der Mann nach Meinung der 21-Jährigen mit einer Alkoholfahne am Autosteuer auf einem Parkplatz in Hillegossen vor fuhr, soll die Frau ihm Vorwürfe wegen seiner Trunkenheit gemacht haben. Daraufhin soll der Angeklagte die Frau mit seiner Faust auf Schulter, Nase, Mund und Hinterkopf sowie ins Gesicht geschlagen haben, bis sie blutete. Dieses Ereignis war gleichzeitig das Aus der etwa eineinhalb Jahre lang dauernden Beziehung.

Über seinen Verteidiger Jerrit Schöll räumte der Angeklagte die Schlägerei auf dem Parkplatz ein. Allerdings habe auch die Frau auf ihn eingeschlagen. »Es kam zum Streit mit wechselseitigen Handgreiflichkeiten. Beide schlugen aufeinander ein«, erklärte Verteidiger Schöll dem Gericht.

Dagegen stritt der Iraker die beiden Vergewaltigungsvorwürfe ab. Der Sex mit seiner Ex-Freundin sei stets einvernehmlich gewesen, ließ der Mann mitteilen.

Der Iraker betrat am Mittwoch als freier Mann das Landgericht. Er wurde nach zwei Wochen Untersuchungshaft im vergangenen Herbst wieder freigelassen.

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