Geld für Nebengebäude vorhanden – Ausweichquartiere länger nötig
Gesamter Muku-Komplex wird saniert

Bielefeld (WB). Die Zeit der Ausweichquartiere für Schüler der Musik- und Kunstschule (Muku) geht in die Verlängerung. Nach der eher schlechten die gute Nachricht: Nicht nur das denkmalgeschützte Hauptgebäude wird saniert, sondern jetzt auch das Nebengebäude, errichtet in den 1950er Jahren.

Freitag, 07.06.2019, 04:00 Uhr
Jetzt soll auch das Nebengebäude der Musik- und Kunstschule aus den 1950er Jahren saniert werden. Möglich macht das eine Umschichtung von Fördermitteln. Das denkmalgeschützte Hauptgebäude (links) soll im November fertig sein. Foto: Thomas F. Starke

Möglich wird das, so Jürgen Bültmann, kaufmännischer Leiter des städtischen Immobilienservicebetriebes (ISB), durch Umschichtungen von noch nicht abgerufenen Mitteln aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz I, das energetische Sanierungen mit bis zu 90 Prozent Kostenübernahme unterstützt.

Muku-Direktor Johannes Strzyzewski sagt, ursprünglich sei geplant gewesen, die Sanierung des Hauptgebäudes bereits im Herbst 2018 abzuschließen. Weil es »Komplikationen« bei der Ausschreibung gegeben habe, werde der Altbau, eröffnet 1913, wohl erst im November 2019 fertig. Im Wechsel würden immer jeweils 450 Schüler im Ausweichquartier, dem ehemaligen Handwerkerbildungszentrum (HBZ) unterrichtet.

Bereits 2015/16 wurde bereits die Rondiste saniert.

Die Muku hat 7500 Schüler, die Hälfte davon besucht Kurse im Hauptgebäude und seinen insgesamt 67 Räumen. Von denen seien wegen der Sanierungsarbeiten etliche aber zur Zeit nicht nutzbar, so Strzyzewski. Auch er selbst ist betroffen, musste baustellenbedingt ins Untergeschoss umziehen: »Aber dafür wird es nach Abschluss der Arbeiten umso schöner.«

Die Sanierung erfolge denkmalgerecht; so würden Atelierfenster originalgetreu rekonstruiert und eingebaut, Dach und Wände gedämmt, die Fassade gesäubert, Risse geschlossen. Die Baukosten, rund 1,8 Millionen Euro, werden ebenfalls im Wesentlichen aus Fördermitteln beglichen. Bereits 2015/16 wurde bereits die Rondiste, Ort für Konzerte, innen und außen saniert.

Für die Umbauzeit noch Ausweichquartiere gesucht

Geplant sei jetzt mit dem Nebengebäude die Sanierung des Gesamtkomplexes an der Adresse Burgwiese 9. Strzyzewski geht davon aus, dass die Arbeiten dort im Februar 2020 beginnen. In die Planungen sei die Musik- und Kunstschule eng eingebunden. So solle, wie der Muku-Direktor sagt, zum Beispiel dort auch die Sanitäranlagen barrierefrei, Raumgrößen angepasst werden.

Er suche aber für die Umbauzeit des Nebengebäudes voraussichtlich bis Ende 2020 noch Ausweichquartiere, weil das HBZ ab 2020 nicht mehr zur Verfügung stehe. Die Bigband werde im Gymnasium am Waldhof proben, das ehemalige Gebäude der Schule am Kupferhammer stünde zur Verfügung, aber etwa der Bereich Tanz suche noch Unterrichtsräume.

Strzyzewski weiß, dass die langwierigen Bauarbeiten mit Erschwernissen für Schüler, Eltern und Dozenten einher gehen. Er erinnert aber daran, wie die Zustände vor Sanierungsbeginn waren. Strzyzewski: »Als ich nach Bielefeld kam, gab es hier Räume mit Schimmel an den Wänden.« Er weiß, dass die letzte Sanierung in den 1980er Jahren stattgefunden hat. Damals sei über dem Terrazzo-Boden Teppich verlegt, Fenster verkleinert und Grundrisse verändert worden.

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