Gesamtschule Stieghorst verpasst bei der Verleihung des Deutschen Schulpreises die ersten Plätze
»Wir sind trotzdem Gewinner«

Bielefeld (WB). Mit einem der vorderen Plätze hat es nicht geklappt, »trotzdem sind wir ein Gewinner«. Das sagt Bettina Lienenlüke, stellvertretende Schulleiterin der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Gesamtschule in Stieghorst, nach der Preisverleihung zum Deutschen Schulpreis in Berlin.

Mittwoch, 05.06.2019, 19:19 Uhr aktualisiert: 05.06.2019, 19:22 Uhr
Die Teilnahme an der Preisverleihung in Berlin allein war ein Grund zum Jubeln für das Team der Gesamtschule Stieghorst mit (von links) Lehrerin Ulla Kerkhoff, Delinda, Christin, Bettina Lienenlüke (stellvertretende Schulleiterin), Nirvana, Bente, Thinesan, Thorsten Jänsch (Oberstufenleiter), Lehrerin Isabell Thies und Rodi. Foto: Gesamtschule

Die Stieghorster Gesamtschule hatte sich erstmals für den renommiertesten Schulpreis in Deutschland beworben und es unter die ersten 15 Schulen aus der gesamten Bundesrepublik geschafft, die eine Delegation zur Preisverleihung im Berliner E-Werk schicken durften.

Dort hatte Mittwoch die Gebrüder-Grimm-Schule aus Hamm schließlich das Rennen gemacht und den mit 100.000 Euro dotierten ersten Platz belegt. Fünf weitere Schule teilten sich den zweiten Platz und erhielten jeweils 25.000 Euro, die Gesamtschule Stieghorst kam zusammen mit den anderen Bewerbern auf den dritten Rang und erhält 5000 Euro.

Außerdem wird ein Mitglied der Jury, die bereits Anfang des Jahres in Stieghorst zu Gast war, die Gesamtschule erneut besuchen und bei der weiteren Schulentwicklung beraten.

Public Viewing

Die Stimmung bei der Delegation aus sechs Schülerinnen und Schülern sowie vier Mitgliedern des Kollegiums und in der Schule selbst, wo Schüler und Lehrer bei einem Public Viewing in der Schule die Preisverleihung in Berlin live verfolgten, sei deshalb sehr gut. »Wir sind super zufrieden und genießen die Fahrt in vollen Zügen«, berichtete Bettina Lienenlüke gestern direkt nach der Zeremonie aus Berlin.

Denn allein, unter die 15 besten Schulen Deutschlands zu kommen, sein ein großer Gewinn. Zumal dies im ersten Anlauf und als bislang einzige Schule aus Bielefeld gelungen sei. Lienenlüke: »Die Robert-Bosch-Stiftung, die den Preis vergibt, hat uns gesagt, dass es sehr ungewöhnlich ist, dass eine Schule gleich bei der ersten Bewerbung soweit kommt.«

Wertschätzung

Somit sei die Teilnahme an der Preisverleihung in Berlin auch eine Wertschätzung und Anerkennung dessen, was an der Schule geleistet werde. »Und die Bewerbung hat uns noch einmal vor Augen geführt, was wir bislang alles bieten. Vor allem, dass es ein gesamtes Konzept ist, bei dem die verschiedenen Bausteine sich gegenseitig ergänzen«, betonte die stellvertretende Schulleiterin.

Teilnehmen werde die Gesamtschule darüber hinaus an einem zweijährigen Schulentwicklungsprogramm. Dabei soll auch ausgelotet werden, welche Möglichkeiten es für Verbesserungen an der Schule gebe.

Und in zwei bis drei Jahren, so Bettina Lienenlüke, sei es durchaus möglich, dass sich die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Gesamtschule erneut für den Deutschen Schulpreis bewerbe.

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