Stadtwerke laden zum sechsten Mal zur »Klangschicht« ein
Klassik und mehr zwischen Kraftwerk und Kühlturm

Bielefeld (WB). Wenn Bi-Cussion die Turbinenhalle zum Vibrieren bringt, wenn die Bielefelder Philharmoniker im Schatten des Kühlturms Klassik spielen und Laksa den Zuhörern in der Kfz-Werkstatt einheizt, dann ist wieder »Klangschicht« .

Dienstag, 04.06.2019, 14:00 Uhr
Vorfreude auf die »Klangschicht« auf dem Betriebsgelände der Stadtwerke an der Schildescher Straße: (von links) Johannes Strzyzewki, Direktor der Musik- und Kunstschule, Stadtwerke-Geschäftsführer Martin Uekmann, Martin Beyer, Orchestergeschäftsführer der Bielefelder Philharmoniker, Dietrich Schulze, Leiter der Sparte Kunst der Musik- und Kunstschule, Manuel Bürgel, 1. Vorsitzender des Vereins Bunker Ulmenwall und Matthias Klause-Gauster (ebenfalls vom Bunker). Foto: Thomas F. Starke

Zum sechsten Mal wird das Betriebsgelände der Stadtwerke an der Schildescher Straße zum »Konzertsaal« der besonderen Art. Zwischen Kraftwerk und Kühlturm bringen am 28. und noch einmal am 29. Juni rund 250 Musikerinnen und Musiker das Industrieareal zum Klingen und Swingen.

Stadtwerke-Geschäftsführer Martin Uekmann sagt, dass die erste »Klangschicht« 2006 zum 150-jährigen Jubiläum der Stadtwerke aufgelegt worden sei: »Damals hätte wohl niemand gedacht, dass diese Veranstaltung in Serie gehen würde und jetzt zum sechsten Mal stattfindet.« Für die Stadtwerker selbst sei die »Klangschicht« gleichzeitig auch eine Art von Tag der offenen Tür. Über mangelnden Zulauf könne man sich nicht beklagen. Uekmann: »7000 Besucher hatten wir an den zwei Abenden immer.«

Den ersten Teil des Abends, so Organisator Andreas Bootz, bilde das Wandelkonzert. Musiziert werde dabei an 15 Orten: vom Umspannwerk bis zur Tischlerei, von der Zählerwerkstatt bis zur Kranhalle.

Mit dabei sind die Bielefelder Philharmoniker, die Musik- und Kunstschule, der Bunker Ulmenwall und der Gospelchor B-Ware; die Sparte Kunst der MuKu präsentiert sich mit Ausstellungen an drei Orten.

»Die außergewöhnlichen Spielorte sorgen für eine besondere Spannung.«

Ab 20.35 Uhr geben die Bielefelder Philharmoniker unter Leitung des 1. Kapellmeisters Gregor Rot ein Konzert auf der großen Bühne, die auf dem Mitarbeiterparkplatz steht. Orchestergeschäftsführer Martin Beyer verspricht Musik von Bizet, Elgar, Tschaikowsky, aber auch Filmmusik. Mit den Musikern tritt auch Mezzosopranistin Nohad Becker auf.

Zum Ausklang lädt der Bunker Ulmenwall Jazzliebhaber und Nachtschwärmer ab 22.15 Uhr in Kfz-Werkstatt, Elektroniker- und Mechanikerhalle ein. Manuel Bürgel, 1. Vorsitzender des Vereins Bunker Ulmenwall, sagt, dass die »Hausbands« Electric Ulmenwall und Laksa spielen werden, dazu das Duo Zatie.

Sollte es regnen und die Philharmoniker nicht auftreten können, springen die Basement Boys ein und sorgen auf der großen Bühne für Stimmung.

Muku-Direktor Johannes Strzyzewski weiß, dass »seine« Ensembles mit Begeisterung dabei sind: »Die außergewöhnlichen Spielorte sorgen für eine besondere Spannung.« Die »Klangschicht« zeige zudem, »was Bielefeld an Musik zu bieten hat. eine lebendige Szene«.

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