Das WESTFALEN-BLATT stellt acht Köpfe vor
Leinewebermarkt 2019: Die Macher

Bielefeld (WB). Sie planen, sie organisieren, sie haben teils seit Monaten für diese fünf Tage Leinewebermarkt gearbeitet. Das WESTFALEN-BLATT stellt acht Köpfe des Stadtfestes vor.

Samstag, 01.06.2019, 06:00 Uhr
Sie arbeiten für den Leineweber: Benjamin Stücke, Matthias Koch, Michael Schulte, Alina Hörmann (oben von links), sowie Eleonore Jennes, André Schneider, Michael Langer und Regine Tönsing. Foto: Bernhard Pierel

Michael Schulte (Cult), ist für das Klosterplatzprogramm zuständig: »Wir machen pro Tag sieben Stunden Programm.« Stolz ist er darauf, das Programm mit (fast) komplett neuen Gruppen zu bestreiten. Ausnahme: Roman Maiorino und »Blacksteam«, die 2018 nachmittags aufgetreten sind, diesmal aber mit Steam­punk-Rock und in viktorianischen Kostümen am Sonntag den Schlusspunkt setzen.

Matthias Koch (Kulturamt) ist Projektleiter für das Streetlife-Programm auf dem Bunnemannplatz. Die Vorbereitungen haben seit dem Herbst gedauert, aber, so Koch: »Das hat sich gelohnt.« Alle Künstler waren zum ersten Mal dabei. Stolz ist Koch, dass er das Verworner-Krause-Orchester verpflichten konnte. Die »Flying Dutchman« dagegen waren alte Bekannte: vom letzten »Wackelpeter«.

Regine Tönsing, Hauptgeschäftsführerin des Hotel- und Gaststättenverbandes, sagt, ohne die Wirte wäre das Stadtfest noch nicht einmal halb so schön: »Wir kennen uns aus – von der Hygieneordnung bis zum richtigen Zapfen.« Bier werde immer getrunken, so Tönsing, aber: »Es gibt immer neue Trendgetränke und zum Leinewebermarkt gehört die Erdbeerbowle unbedingt dazu.«

André Schneider, Vorsitzender der Schausteller, sagt, nur weil der Leinewebermarkt fünf Tage dauere, lohne es sich, mit »Hangover« und »Jekyll & Hyde« anzureisen. Schneider: »Wann hat man schon die Möglichkeit, die Altstadt von oben zu erleben und dabei höher zu sein als die Altstädter Nicolaikirche?« Aber auch Traditionsgeschäfte wie Autoscooter und Musikexpress seien nach wie vor beliebt. Schneider: »Sie waren von Anfang an dabei.«

Benjamin Stücke (Plan B) ist gemeinsam mit Hendrik Wortmann (Cutie) zum ersten Mal zuständig für die Party auf dem Rathausplatz. Unter goldfarbenen und schwarzen Wimpeln gibt’s täglich Motto-Feten. Die Versorgung übernehmen Gastronomen aus dem Bielefelder Westen. Stücke: »2018 hatten wir einen Bierwagen und auf dem Rathausplatz fand nichts statt. Das wollen wir ändern.«

Eleonore Jennes , Vorsitzende der Werbegemeinschaft City rund um die Bahnhofstraße, ist gespannt darauf, ob Leinewebermarkt und Sonntagsshopping harmonieren. Sie sagt: »Das ist für uns alle ein Experiment.« Die Geschäfte in der Innenstadt öffnen an diesem Sonntag von 13 bis 18 Uhr. Der Handel habe keine Alternative gehabt, um »rechtssicher« die Ladentüren an einem Sonntag öffnen zu können, so Jennes.

Michael Langer , Polizeihauptkommissar, ist mit seinen Kollegen auf dem Leinewebermarkt präsent. Für seine Größe verlaufe das Stadtfest »eher unspektakulär«. Langer: »Überraschend ruhig und entspannt.« Klar, es gebe hier und da Rangeleien. Meist spät abends und dann »ist fast immer der Alkohol die Ursache«.

Alina Hörmann , Organisatorin der Sportbühne auf dem Bunnemannplatz, sagt, dass die ersten Gruppen bereits während des Leinewebermarktes versuchten, sich fürs nächste Jahr anzumelden, aber: »Erst im Februar wird ausgeschrieben.« 108 Acts gingen in diesem Jahr über die Bühne – vom Kindertanz bis zum Voltigieren mit Holzpferd. Alina Hörmann, die selbst beim BTG Tischtennis spielt: »Das sind zusammengerechnet 27 Stunden Programm.« Die Sportbühne gebe es schon seit »mehr als 30 Jahren«: »Eine Tradition.«

 

 

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