Richtfest am neuen Alpin-Zentrum Bielefeld an der Meisenstraße
Ab November geht’s hoch hinaus

Bielefeld (WB). Das Betonskelett ragt bereits fast 20 Meter in die Höhe, die hölzernen Dachbalken sind montiert. Im November, so die Hoffnung der Verantwortlichen, soll das neue Alpin-Zentrum Bielefeld eröffnen. Am Mittwoch war Richtfest an dem 3,8 Millionen-Euro-Bau.

Donnerstag, 09.05.2019, 12:29 Uhr
Richtfest für das neue Alpin-Zentrum Bielefeld auf dem GAB-Gelände an der Meisenstraße mit (von links) Ulrich Nowatzki (Geschäftsführer AKD Bau), Heinrich Schneider (Bauleiter), Sebastian Ernst (Architekt), Rolf Baumotte (Ehrenvorsitzender DAV Bielefeld), Bürgermeisterin Karin Schrader, Harry Krämer (Projektleiter DAV), Zimmermann Jens Görner und Volker Wilde (Vorstand DAV). Foto: Hendrik Uffmann

»Wir arbeiten jetzt daran, das Gebäude dicht zu bekommen«, erklärt Daniel Quast, Vorstandsmitglied der Sektion Bielefeld des Deutschen Alpenvereins, die das Gebäude errichtet (wir berichteten mehrfach). Als nächstes sollen deshalb Dach,  Wände und Fenster montiert werden, so dass dann der Innenausbau starten kann.

Was das Gebäude auf dem GAB-Gelände an der Meisenstraße alles bieten wird, zeigt Quast bei einem Rundgang. Mittelpunkt wird die Kletterhalle sein, bei der nicht nur an den Wände geklettert werden kann, sondern auch ein einer Pilzförmigen Konstruktion in der Hallenmitte. Installiert werden die Kletterwände von einer Spezialfirma aus Offenbach, die Routen, die die Sportler daran bewältigen können – zu erkennen an den verschiedenfarbigen Griffen –, planen Fachleute des DAV Bielefeld. »Es wird für jeden Besucher geeignete Routen geben«, so Quast. Die Speedkletter-Anlage, die zwischenzeitlich aus finanziellen Gründen auf der Kippe stand, wird ebenfalls gebaut. 

Bistro und Boulder-Räume

60 Umlenkpunkte, über die die Sicherungsseile für die Sportler laufen, wird es in der Halle geben. »Es können als 60 Besucher gleichzeitig klettern«, erklärt Daniel Quast. Neben einem Bistro im Erdgeschoss gibt es dort auch einen der beiden Boulder-Räume. Hier klettern die Sportler bis zu einer maximalen Höhe von 4,50 Meter ohne Seil-Sicherung, der Boden ist für den Fall eines Absturzes mit dicken Polstermatten ausgelegt.

Im ersten Obergeschoss wird es einen zweiten Boulder-Raum und Vereinsräume des DAV geben, außerdem sind im Gebäude Umkleiden, Materiallager und die Büros der Geschäftsstelle der Bielefelder Sektion eingeplant.

Die bisherige, weniger Meter entfernt Kletterhalle, die der DAV von der GAB gemietet hat, wird der Verein mit der Eröffnung des neuen Alpin-Zentrums aufgeben. Etwa 20.000 Besucher zählt dieses jährlich, in dem neuen Kletterzentrum sollen es bis zu 50.000 sein.  Offen sein wird das Alpin-Zentrum für jeden, betont Quast. Wie hoch die Eintrittspreise sein werden, stehe noch nicht fest – in der alten Halle sind es aktuell zehn Euro.

Beim Brandschutz nachgebessert

Geöffnet sein soll das Alpin-Zentrum täglich von 10 bis 22 Uhr. Benötigt wird dann auch Personal. Die ersten Mitarbeiter seien bereits eingestellt, so Quast. Gezielt will der DAV auch Schulen ansprechen, um Klettern im Sportunterricht anzubieten.

Ursprünglich hatte das Alpin-Zentrum schon im vergangenen September zum 125-jährigen Bestehen der DAV-Sektion Bielefeld eröffnen sollen. Die Baugenehmigung hatte sich jedoch verzögert, da unter anderem bei den Stellplätzen und dem Brandschutz nachgebessert werden musste. Nachdem diese Probleme gelöst waren, hatten die Bauarbeiten im Oktober begonnen.

Abstriche gibt es nun lediglich bei der Außenkletterwand, die aus Kostengründen zunächst nicht gebaut wird. Sollte es einen Sponsor geben der die etwa 150.000 Euro dafür übernimmt, sagt Daniel Quast, sei dieser »herzlich willkommen«.

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