Frau wurde von Ex-Freund auf offener Straße angegriffen – 27-Jähriger ist polizeibekannt
Messer-Attacke: Opfer verlässt Intensivstation

Bielefeld (WB/sb/hz). Nach der Messer-Attacke eines 27-Jährigen auf seine Ex-Freundin (25) in Bielefeld-Stieghorst hat das Opfer mittlerweile die Intensivstation des Krankenhauses verlassen. Das berichtete Staatsanwalt Veit Walter auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage. »Das Opfer befindet sich auf dem Weg der Genesung.«

Mittwoch, 08.05.2019, 04:00 Uhr
Der Angriff ereignete sich am Samstagmorgen auf der Straße Löllmannshof in Bielefeld-Stieghorst. Foto: Christian Müller

Nach Angaben der Ermittler schweigt der mutmaßliche Messerstecher, der seit Sonntag im Bielefelder Gefängnis in Untersuchungshaft sitzt, weiter zur Tat. Aber der Mann, der nach WESTFALEN-BLATT-Informationen die griechische und italienische Staatsbürgerschaft besitzt, ist polizeibekannt. Dieser Zeitung liegen Informationen vor, dass der 27-Jährige gegen seine Ex-Freundin und deren Familienmitglieder wiederholt gewalttätig geworden sein soll.

Gegen den Bielefelder wurde schon vor der Tat vom Amtsgericht ein »Annäherungsverbot an das Opfer« erlassen. »Es gibt Ermittlungsverfahren«, bestätigte Staatsanwalt Walter. Diese stünden in Zusammenhang mit der Beziehung zwischen dem Verdächtigen und dem Opfer.

Haftbefehl wegen versuchten Totschlags

Aus ermittlungstaktischen Gründen wollen Staatsanwaltschaft und Polizei keine weiteren Angaben zum Tathergang und zu einem möglichen Motiv machen. Der 27-Jährige soll am Samstagmorgen gegen 8.30 Uhr seiner Ex-Freundin vor deren Wohnung an der Straße Löllmannshof aufgelauert und mit einem Messer attackiert haben.

Anwohner, die den Angriff mitverfolgt hatten, eilten dem Opfer zu Hilfe, entwaffneten den offenbar alkoholisierten Mann und hielten ihn bis zum Eintreffen der Polizei fest. Die 25-Jährige wurde schwer verletzt und musste mit Stich- und Schnittverletzungen ins Krankenhaus.

Gegen den Tatverdächtigen wurde ein Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen. Die Polizei richtete eine sechsköpfige Mordkommission ein.

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