Die Kölner Band Kasalla macht mit 800 Gästen Party im Lokschuppen
»Dat is Tanzmusik«

Bielefeld (WB). »Niemals üp hüre ze singe«, also niemals aufhören zu singen, haben sich Kasalla vorgenommen. Und auch ihre Fans scheinen dieses Motto verinnerlicht zu haben, wie sich beim Konzert der Kölner Band im Lokschuppen zeigte.

Montag, 06.05.2019, 18:40 Uhr aktualisiert: 06.05.2019, 18:42 Uhr
Auch außerhalb der närrischen Zeit und außerhalb Kölns kommen Kasalla und ihre kölschen Mundart-Hits gut an. Foto: Kerstin Panhorst

Band »Kasalla« im Lokschuppen

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Denn obwohl die Lieder allesamt in Kölscher Mundart verfasst sind, zeigten sich die 800 Besucher textsicher und stimmten begeistert mit in Hits wie »Veedel«, »Kumm Mer lääve« und »Stadt Met K« ein.

Zweieinhalb Stunden feierten sie mit der Band gemeinsam eine Riesenparty, in der neben Konfettiduschen am Ende passend zum Tourtitel »Liebe, Fantasie und Dynamit« auch eine Pyrotechnikeinlage auf sie wartete.

Ihren Durchbruch feierten Kasalla mit ihrem Hit »Pirate«, einem der meistgespielten Songs der Karnevalssession 2011/2012. Der von Karnevals-Playlisten nicht mehr wegzudenkende Titel durfte natürlich auch beim ausverkauften Konzert im Lokschuppen nicht fehlen. »Dat is Tanzmusik«, kündigte Sänger Bastian Campmann das Werk an.

Gemeinsam gründete er Mitte 2011 mit Gitarrist und Songwriter Flo Peil die Band, deren Name Kasalla im Rheinischen so viel wie Ärger oder Krawall bedeutet.

»Manchmal werden wir ganz nostalgisch«

Wirklich Krawall machen Kasalla allerdings nicht, aber energiegeladen und dynamisch heizen die beiden Bandgründer, Bassist Sebi Wagner, Schlagzeuger Nils Plum und Tastenkönner Rene Schwiers (Keyboard und Akkordeon) von der Bühne aus den Fans ein. Und die feiern begeistert mit, auch wenn es gerade nicht die fünfte Jahreszeit und Ostwestfalen schließlich keine Karnevalshochburg ist.

Aber die kölschen Stücke kommen auch jenseits der Kölner Stadtgrenzen sehr gut an und es wird geschunkelt und getanzt. Ganz wie zur närrischen Zeit auch ergreift das Publikum das Karnevalshochgefühl, eine Woge der guten Laune, des ausgelassenen Feierns, Mitsingens und Klatschens. Kasalla verstehen sich darauf, ihr Publikum zu unterhalten, in dem von Kindern bis Senioren alle Generationen vertreten sind.

»Manchmal werden wir ganz nostalgisch, wenn wir zurück blicken auf die letzten Jahre«, verrät Sänger Basti Campmann. Deswegen finden sich neben neuen Stücken auch zahlreiche alte Klassiker im Programm. Das für Kasalla untypisch rockige »Fleisch un Bloot« erklingt ebenso wie »Marie« und »Künning vun Kölle«, auch den »Kompass« stimmt die Band an. »Das ist ein total wichtiges Gerät, ohne hält man sonst Bielefeld für Osnabrück, dat wäre ganz furchtbar«, erklärt Basti Campmann. Und am Ende stimmen die Kölner auch noch ein musikalisches Versprechen an ihre Fans an mit »Mer sinn uns widder« – wahrscheinlich schon 2020, wenn ihr neues Album erscheint.

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