Grundsteinlegung: Schücos neue Zentrale ist ein 20-Millionen-Projekt
»Ein Meilenstein für unser Unternehmen«

Bielefeld (WB). »Schüco One« heißt der Neubau der Firmenzentrale des Spezialisten für Fenster, Türen und Fassaden. Am Montag wurde der Grundstein für das Gebäude gelegt, das mehr als 20 Millionen Euro kosten wird.

Dienstag, 07.05.2019, 10:00 Uhr
Ein Atrium mit gläserner Kuppel verbindet in dem Neubau sieben Ebenen. Foto: 3XN Architects (Animation)

Insgesamt investiert Schüco derzeit am Bielefelder Stammsitz 95 Millionen Euro in Neubau- und Sanierungsprojekte. Die neue Firmenzentrale, die 30 Meter in den Himmel aufragen und sieben Ebenen umfassen wird, soll Ende 2020 fertiggestellt sein.

»Dies ist ein echter Meilenstein für unser Unternehmen«, befand Andreas Engelhardt, persönlich haftender Gesellschafteer der Schüco International KG, als er gestern Mittag in einem symbolischen Akt eine Metallkapsel im Hohlraum einer gemauerten Stele versenkte. Mit dabei: viele Gäste und die Belegschaft.

Die Stele soll später an einem zentralen Ort auf dem Schüco-Gelände platziert werden und stets verschlossen bleiben. Ein zweites, identisches Exemplar wird bei einem Notar hinterlegt und soll in 25 Jahren wieder geöffnet werden.

Die Kapseln enthalten die aktuellen Tageszeitungen, Euro-Banknoten, Arminia-Trikots mit dem Schüco-Logo – und je ein Smartphone. Auf den Geräten sind Videobotschaften der Geschäftsleitung und Visionen der Mitarbeiter gespeichert, wie sie sich das Leben und Arbeiten im Jahr 2044 vorstellen. »Ich hoffe, es ist uns vergönnt, das Öffnen der Kapsel mitzuerleben«, so Engelhardt.

»Wir arbeiten dort, wo unsere Leute sind«

Visionen vom Leben und Arbeiten werden aber auch schon in dem Neubau mit seinen 7200 Quadratmetern Nutzfläche verwirklicht. Die 270 Beschäftigten, die dort künftig tätig sein werden, sollen ihre Arbeit individuell und selbstbestimmt gestalten können. Einzelbüros oder eine Chefetage wird es nicht mehr geben. »Wir arbeiten dort, wo unsere Leute sind«, sagte Engelhardt.

Unterstrichen werde diese Neukonzeption durch eine »hochwertige architektonische Ästhetik«, wie es Engelhardt formulierte. Der Entwurf des Kopenhagener Architektenbüros »3XN« beinhaltet eine Glaskuppel, die für Tageslicht-Transparenz bis ins Erdgeschoss sorgen wird. Blickfang im Atrium soll eine breite Treppe werden, die auch der Begegnung und Kommunikation dienen werde. Vorgesehen ist außerdem eine gläserne Brücke zum bisherigen Hauptgebäude, das aus den 70er Jahren stammt, jetzt kernsaniert wird und künftig gemeinsam mit dem Neubau die Firmenzentrale »Schüco One« bilden wird. Das alles geschieht ressourcenschonend.

Derzeit bekommt der gesamte Schüco-Campus an der Herforder Straße ein neues Gesicht. Der Showroom in der früheren »Granini-Halle« wird zu einer »Erlebniswelt« ausgebaut, in der Mitarbeiter und Kunden die »digitale Welt des Bauens« kennenlernen können. Dort werden auch Besprechungsräume und ein Café entstehen.

Neues Parkhaus mit 721 Plätzen

Schon genutzt wird ein neues Parkhaus mit 721 Plätzen, das in Teilen bereits mit einer Textilfassade in unterschiedlichen geome­trischen Formen versehen ist. Die Dachfläche ist gleichzeitig ein offener Showcase, ein Schauraum für Schüco-Produkte, deren Praxistauglichkeit dort getestet werde, so Unternehmenssprecher Thomas Lauritzen. Bereits fertiggestellt ist ein neues Logistikzentrum.

Schüco hat im vergangenen Jahr einen Umsatz 1,67 Milliarden Euro erzielt. Die Unternehmensgruppe mit Hauptsitz in Bielefeld entwickelt und vertreibt Systemlösungen für Fenster, Türen und Fassaden. Von den weltweit 5400 Mitarbeitern sind 1800 am Standort Bielefeld tätig. Das Unternehmen gehört seit Mitte der 60er Jahre zur Otto Fuchs KG in Meinerzhagen.

Die gestern in der Stele versenkte Zeitkapsel enthält eine Inschrift: »Versöhnung, Zusammenhalt und Frieden«. Das Unternehmen sehe sich in der Verantwortung dieser Werte und wolle sie an die nächste Generation überliefern.

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