Alexander Graf Lambsdorff zu Gast bei Bielefelder FDP
»Eine irrsinnig spannende Zeit«

Bielefeld (WB/sas). Seit zwei Jahren ist Alexander Graf Lambsdorff zwar Bundestagsabgeordneter. Vorher aber hat der FDP-Politiker 13 Jahre dem Europaparlament angehört. Wenn er über die EU spricht, dann spricht jemand, dem an einem vereinten Europa gelegen ist und der die Verhältnisse kennt. Sonntagabend war Lambsdorff in der Hechelei Gast der Bielefelder FDP.

Montag, 06.05.2019, 18:00 Uhr
Hoher Besuch (von rechts): Alexander Graf Lambsdorff, Jan Maik Schlifter und Michael Kauch aus Dortmund. Woher jemand komme, so Schlifter, sei egal – Hauptsache er mache die richtige Politik. Foto: Bernhard Pierel

»Ich beneide alle, die jetzt nach Brüssel dürfen«, gestand er ein. »Es ist eine irrsinnig spannende Zeit.« Am Herzen lägen ihm der europäische Grenzschutz und Europas Sicherheit. Ein Beitrag dazu könnte ein stärkeres Europol sein, eine Art EU-Kriminalamt. Mit Blick nach Ungarn fordert Lambsdorff: »EU-Gelder nur noch für den, der Grundrechte akzeptiert.« Es liege an den Konservativen Ungarns, Regierungschef Orban hinauszuwerfen. Und in der EU-Außenpolitik möchte Lambsdorff zu Mehrheitsentscheidungen kommen.

Begleitet wurde er von Michael Kauch aus Dortmund, Europakandidat der NRW-Liberalen, dessen Schwerpunkte Klima und Soziales sind. Er möchte den Verkehr in den Emissionshandel einbeziehen und plädiert mit Bezug auf den Arbeitsmarkt für eine Souveränität der Mitgliedstaaten: »Keine weitere Vergemeinschaftung, keine europäische Arbeitslosenversicherung. Worum es ihm geht, betonte Jan Maik Schlifter als Kreisvorsitzender der Liberalen: »Wir müssen eine Blockademehrheit der Extremisten in Brüssel verhindern.«

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