Markus Krebs begeistert in der Stadthalle
Aus der Kneipe auf die Bühne

Bielefeld (WB). Auf dem Hocker am Stehtisch, eine Flasche Bier in Griffnähe: So hat sich der selbst ernannte »Witze-Papst«und »Hocker-Rocker« Markus Krebs in seinen bisherigen Programmen gerne geben. In der Stadthalle Bielefeld lernten die 2200 Besucher den gebürtigen Duisburger in seinem neuen Programm »Pass auf ... kennste den?« auch von einer etwas anderen Seite kennen.

Montag, 06.05.2019, 15:00 Uhr aktualisiert: 06.05.2019, 16:00 Uhr
Markus Krebs reißt seine Zuhörer mit. Foto: Louis Ruthe

Statt auf dem Hocker hinter Bierflasche und Witzebuch versteckt nutze der Ruhrpottler die gesamte Bühnenfläche, unternahm zu beginn des Auftritts einen kleinen Streifzug durchs Publikum und verschwand auch gerne mal kurz hinter der Bühne um mit Lebensgefährtin Jacky den nächsten Witz auszubaldowern. Etwas erschrocken gab sich der Stand-up-Komiker, als er sich selbst auf der Leinwand sah, die neben den Krebs-Klassikern Hocker, Stehtisch und der Flasche Bier das Bühnenbild bestimmte. »Der Dicke hat aber dünne Beinchen‹, kommentierte er sein Ebenbild auf der Leinwand.

Zurück auf der Bühne war es Zeit für seine erste Geschichte aus der Kneipe – vom Kennenlernen seiner Ex-Freundin. »Ich hab’ sie kennengelernt, damals in der Kneipe. Hab’ so rüber geguckt, da saß diese wunderhübsche Frau. Ja gut, daneben halt meine jetzige Ex.« Sie habe immer Kinder gewollt, er nicht, da hatte sich das erledigt. Als er dann Single war, merkte er schnell, dass er »ja jetzt kein Brad Pitt ist, sondern mehr so der Prickel Pitt.«

»Mein guter Kumpel Sören Brandy ist heute auch hier.«

Nicht nur Geschichten über das Kneipenleben, seine Ex-Freundinnen oder den »König« Fußball hatte Markus Krebs im Gepäck. Auch mit Weisheiten wie »Früher dachte ich immer Veltins seien beharrte Teenager« oder mit seinen Urlaubserfahrungen in Korea bei seinem Kumpel Moin min Jung, wusste der Komiker die Zuschauer zum Lachen zu bringen. Kurz vor der Pause musste Markus Krebs dann noch einen besonderen Gruß loswerden. »Ich habe gehört, mein guter Kumpel Sören Brandy ist heute auch hier. Junge, du hast alles richtiggemacht«, sagte er in Richtung des Spielers von Arminia Bielefeld.

Die zweite Hälfte seines mehr als zweieinhalbstündigen Programms stand im Zeichen seiner Top-5-Witze. Besonders zum Ende des Programms glänzte der »Witze-Papst« aus der Kneipe mit kurzen und knappen Pointen im Stile von: »Fragt der eine Angler den anderen: Sag’ mal, beißen die Fische. Kriegt er als Antwort: Nee, die kannst du ruhig streicheln.«

Dass Markus Krebs sein Dasein als Komiker an diesem Abend sichtlich genoss, merkte man an seinen Erzählungen, die gerne einmal ausschweifend waren. Für die Besucher der ersten Reihen gab es bei der Zugaben nicht nur T-Shirt und Mütze als Andenken, sondern auch Uhr und Sonnenbrille fanden einen Abnehmer. »Was soll’s? Die 1800 Euro für die Sonnenbrille... Hab’ ich doch eh noch 14 von Zuhause«, rief er seiner Lebensgefährtin Jacky zu, die hinter der Bühne stand.

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