Übung: Feuerwehr, Rettungsdienst und EvKB proben den Ernstfall im alten Kinderzentrum – mit Video
Großalarm im Krankenhaus

Bielefeld (WB). Alarm im Kinderzentrum Bethel: Bei Handwerkerarbeiten ist es zu einer Verpuffung gekommen. Zwölf Patienten müssen das Gebäude verlassen, zwei von ihnen werden intensivmedizinisch betreut.

Sonntag, 05.05.2019, 16:30 Uhr aktualisiert: 06.05.2019, 10:04 Uhr
»Patienten« werden evakuiert und nach den Dringlichkeitsstufen rot, gelb und grün eingeordnet. Rot verlangt die sofortige Zuweisung zu einem Krankenhaus. Foto: Bernhard Pierel

Feuerwehrübung im Kinderzentrum Bethel

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Foto: Bernhard Pierel
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Eine Station ist völlig verraucht, der Strom ist ausgefallen. Der »Massenanfall von Verletzten« (MANV) wird am Samstagvormittag ausgerufen. Für Feuerwehr, Rettungsdienst, Hilfsorganisationen und das Evangelische Klinikum (EvKB) bedeutet das: Großeinsatz.

Der allerdings ist nur eine Übung, die aber die Feuerwehr mit 50 Einsatzkräften und 28 Fahrzeugen auf den Plan ruft, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen stellen 40 »Mann«, und vom EvKB sind 80 Mitarbeiter dabei. Möglich macht diese Großübung der Leerstand von Haus 1 des Kinderzen­trums: Es soll in den kommenden Tagen abgerissen werden, um Platz für den Neubau zu machen. »Wir sind froh, dass das Gebäude für eine realistische Übung zur Verfügung steht«, sagt Feuerwehrchef Hans-Dieter Mühlenweg.

Ziel der Übung sei, Kommunikationswege zu simulieren. »Was auf dem Papier exakt festgehalten ist, muss auch geprobt werden.« Schließlich müssen die Helfer im Ernstfall Hand in Hand arbeiten. Zudem, so Mühlenweg, soll das »Ticketsystem«, im Dezember 2018 eingeführt, getestet werden. »Dahinter verbirgt sich die Zuweisung von Patienten an die Krankenhäuser in Bielefeld und Umgebung«, erläutert Heiner Hofmann, Leiter der Schnelleinsatzgruppe.Mit Eingang der »MANV«-Meldung sind alle Häuser alarmiert worden und können sich vorbereiten.

Einige jammern, zittern, reagieren verwirrt

Die Helfer von Feuerwehr und Rettungsdiensten haben derweil im Eingangsbereich des ehemaligen Kinderzentrums wie im Ernstfall eine »Patientenablage« eingerichtet. Die drei Farben rot, gelb und grün stehen für die Dringlichkeitsstufen: Ein »roter« Patient kann vor Ort nicht adäquat behandelt werden, er wird sofort weitergeleitet. Feuerwehrleute und Krankenpfleger bringen diese »Patienten« von den Stationen. Einige jammern, zittern, reagieren verwirrt. Weil nicht genug Tragen zur Verfügung stehen, wird auch schon einmal eine Matratze umfunktioniert: Hauptsache, raus aus dem Feuer. Ärzte nehmen erste Einschätzungen vor und ordnen Patienten zu. Jörn Schütze ist Einsatzleiter der Transportorganisation. Er weiß, welcher Patient wohin gebracht werden kann und erteilt entsprechende Anweisungen. Und er führt Buch. Denn irgendwann werden die ersten Angehörigen anrufen.

Auch weitere Helfer müssen dirigiert werden, dafür sorgt die Personaleinsatzstelle: Denn bei »MANV« werden 800 EvKB-Mitarbeiter über einen Alarmruf »angefunkt«. »Sie teilen dann mit, ob sie sofort oder verzögert kommen können, ob sie nicht einsatzbereit sind oder vielleicht ohnehin im Dienst«, erklärt Prof. Dr. Thomas Vordemvenne, Chefarzt der Unfallchirurgie.

In einem Lagezentrum gehen alle Informationen ein und werden Maßnahmen koordiniert. Dabei zeigte sich ein Mangel: »Als Lagezentrum ist der Besprechungsraum der Geschäftsführung vorgesehen. Das Gebäude ist aber werktags ab 17 Uhr abgeschlossen«, sagt EvKB-Geschäftsführerin Dr. Maren Thäter. Dinge, die bedacht werden müssen und die die 22 Beobachter der Übung sicher notiert haben.

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