Opfer schwer verletzt – Ermittlungen wegen versuchter Tötung in Bielefeld-Stieghorst - Anwohner hielten Täter fest
Mann sticht auf Exfreundin ein – 27-Jähriger sitzt in Untersuchungshaft

Bielefeld (WB/sb). Das couragierte Eingreifen einiger Anwohner, die den Täter festhielten, hat wohl Schlimmeres verhindert. Ein 27-Jähriger soll am Samstagmorgen in Bielefeld-Stieghorst seine Ex-Freundin (25) auf offener Straße mit einem Messer attackiert und schwer verletzt haben.

Sonntag, 05.05.2019, 13:53 Uhr aktualisiert: 05.05.2019, 16:50 Uhr
Der Angriff ereignete sich auf der Straße Löllmannshof in Bielefeld-Stieghorst. Foto: Christian Müller
Straße Löllmannhof

Straße Löllmannhof Foto: Christian Müller

Die Polizei richtete wegen des Verdachtes der versuchten Tötung eine Mordkommission ein. Der Mann sitzt nach Angaben der Staatsanwaltschaft mittlerweile in Untersuchungshaft. Es wurde am Sonntag Haftbefehl wegen versuchten Totschlags gegen ihn erlassen.

Tatort war die Straße Löllmannshof. Die Straße verläuft zwischen der Detmolder Straße und dem Lipper Hellweg. Nach ersten Ermittlungen der Polizei soll der 27-Jährige gegen 8.30 Uhr sein Opfer in der Nähe der Wohnung der 25-Jährigen angegriffen haben.

Nach ersten Informationen soll der mutmaßliche Täter alkoholisiert gewesen sein. Anwohner bekamen die Attacke mit und schalteten schnell. Nach ersten Erkenntnissen hielten sie den Mann mit vereinten Kräften fest – und hielten ihn so davon ab, weiter sein Opfer anzugreifen. Und so berichtet auch später Polizeisprecherin Sonja Rehmert davon, dass »dank der Mithilfe von Anwohnern« der Mann vorläufig festgenommen werden konnte.

Sechsköpfige Mordkommission eingerichtet

Die Polizei war gegen 8.40 Uhr telefonisch alarmiert worden. Das Opfer musste schwer verletzt ins Krankenhaus. »Nach dem bisherigen Ermittlungsstand fügte er ihr Stich- und Schnittverletzungen zu«, teilte Polizeisprecherin Sonja Rehmert mit. Lebensgefahr bestehe nicht mehr, hieß es am Samstagnachmittag in einer gemeinsamen Erklärung von Polizei und Staatsanwaltschaft.

Am Samstagmittag hatte noch die Spurensicherung den Tatort untersucht. Die Polizei richtete eine sechsköpfige Mordkommission unter dem Namen »Lölle« ein – in Anlehnung an die Straße Löllmannshof. Erster Kriminalhauptkommissar Bernd Kauschke leitet die Kommission.

Die Polizei wollte gestern auf WESTFALEN-BLATT-Anfrage keine weiteren Informationen zum Motiv oder zum Tathergang abgeben. Begründet wurde dies mit den laufenden Ermittlungen. »Frühestens für Montag« wurden weitere Informationen angekündigt.

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