Körnerstraße: Verwaltung setzt Beschluss nicht um – Bezirksvertreter schalten Clausen ein
Die Parkplätze bleiben

Bielefeld (WB/MiS). Im März hatte die Bezirksvertretung Mitte beschlossen, in der Körnerstraße von der Einmündung der Turnerstraße bis zur Hausnummer 5 ein absolutes Halteverbot einzurichten. Die Parkplätze dort sollen wegfallen. SPD, Grüne und CDU hatten dies in ihrem gemeinsamen Antrag damit begründet, dass auf der Straße mehr Verkehr fließt seit der Niederwall vom Jahnplatz abgebunden ist.

Freitag, 03.05.2019, 15:00 Uhr
An der Zufahrt zur Rathaus-Tiefgarage in der Körnerstraße kommt es häufig zu Behinderungen. Foto: Bernhard Pierel

»Der Bereich der Körnerstraße ist ausreichend breit, um ein einseitiges Parken zu gestatten«, meint dagegen die Verwaltung und will den Beschluss deshalb nicht umsetzen. Das verärgert die Bezirksvertreter. »Diese Art der Hartnäckigkeit ist unerträglich«, fand etwa Jan Helge Henningsen (CDU) in der Sitzung am Donnerstag. »Autos fahren da Stoßstange an Stoßstange.«

Die Bezirksvertreter untermauerten deshalb noch einmal ihren Beschluss. »Wir bitten Oberbürgermeister Pit Clausen, für die Umsetzung unserer Entscheidung Sorge zu tragen«, sagte Bezirksbürgermeister Hans-Jürgen Franz (SPD). Durch die Abbindung des Niederwalls vom Jahnplatz sei auf der Körnerstraße eine »neue Stoßkraft« entstanden, meinte Veronika Rosenbohm (SPD). Zu Staus komme es vor allem wegen der Zufahrt zur Tiefgarage mit ihren 400 Plätzen.

»Keine verkehrliche Notwendigkeit«

Es werde keine verkehrliche Notwendigkeit gesehen, den Bereich der Parkraumbewirtschaftung an der Körnerstraße in ein absolutes Haltverbot umzuwandeln, argumentiert dagegen die Verwaltung. Bei einer Erweiterung der Fahrbahn werde die Gefahr gesehen, dass »unzulässige Doppelaufstellungen« in der Körnerstraße vor der Kreuzung Turnerstraße erfolgten.

Solche »Doppelaufstellungen« behinderten die Sichtbarkeit. Das Amt für Verkehr argumentiert, es handele sich um ein »Geschäft der laufenden Verwaltung«. Dem Beschluss der Bezirksvertretung müsse deshalb nicht gefolgt werden. Eine ähnliche Auseinandersetzung hatte es schon 2016 gegeben, als die Linksabbiegespur an der Körnerstraße eingezogen worden war.

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