Die FDP-Spitzenkandidatin Nicola Beer besucht die Founders Foundation Mehr Gründergeist auch für Europa

Bielefeld (WB/MiS). Was braucht’s, um ein Unternehmen zu gründen? Einen großen Schreibtisch aus massivem Holz, vier Laptops, coole Jungs und Mädels in Kapuzenpullis – und natürlich auch eine Super-Idee und unternehmerisches Geschick.

Sebastian Borek (von links) erläutert Kandidat Moritz Körner und Nicola Beer, Nummer eins auf der FDP-Liste zur Europawahl, das Konzept der Founders Foundation.
Sebastian Borek (von links) erläutert Kandidat Moritz Körner und Nicola Beer, Nummer eins auf der FDP-Liste zur Europawahl, das Konzept der Founders Foundation. Foto: Bernhard Pierel

Nicola Beer, Spitzenkandidatin der FDP bei der Europawahl am 26. Mai, ist begeistert von der Atmosphäre in der Founders Foundation , der Gründerplattform, die die Gütersloher Bertelsmann-Stiftung unterstützt und die im Goldbeck-Forum am Rande der Bielefelder Altstadt ihr Zuhause gefunden hat.

Unkompliziert und innovativ geht es hier zur Sache. Etwas, das sich die frühere Generalsekretärin und jetzige Vize-Parteichefin auch für Europa wünscht. Aus dem behäbigen Tanker EU müsse ein hochseetaugliches, wendiges Schiff werden, sagt sie. Ihr Rezept, das sie möglichst umgehend nach der Wahl umsetzen möchte: Nicht mehr 28 EU-Kommissare, die sich ihre Beschäftigung quasi suchen müssten, sondern maximal 18. Nicht mehr Konsens um jeden Preis, sondern mehr Mehrheitsentscheidungen. »Das wäre ein guter Anfang.«

Gekommen ist sie mit Moritz Körner, dem NRW-Spitzenkandidaten und der Nummer 4 der Bundesliste. Der 28-Jährige, der bereits dem Düsseldorfer Landtag angehört, hat damit recht gute Aussichten, künftig auch im Europaparlament zu sein. Das Unkomplizierte, Offene, das die Founders Foundation dem Besucher sofort vermittelt, ist auch der Geist, den er gern in die europäische Politik tragen möchte.

Das Ziel: Gründerpotenzial in der Region zu heben

Sebastian Borek ist der CEO, der Chief Executive Officer oder: das geschäftsführende Vorstandsmitlied der Founders Foundation. Er sieht das Feld für eine solche Denkfabrik und Unternehmensschmiede in Ostwestfalen-Lippe bestens bestellt. Ziel seiner Einrichtung ist es schließlich, das Gründerpotenzial in der Region zu heben und eine Abwanderung nach Berlin oder in andere Start-up-Metropolen zu verhindern. »Wir wollen bei der Ausbildung einer neuen Unternehmergeneration helfen«, sagt er. Und die ist vor allem auch in der digitalen Welt zu Hause.

So tummeln sich in der Founders Foundation eine ganze Reihe von »CEOs« oder »CFOs«, kaufmännische Geschäftsführer, und hoffen auf den Erfolg ihrer Geschäftsidee vom Verleih von E-Bikes bis zum »Fireschutz«, einem Unternehmen, das den Brandschutz in Betrieben professionell organisiert.

»Gut so«, findet Nicola Beer. »Wenn ich in einer Schulklasse frage, wer später Unternehmer werden will, meldet sich vielleicht einer«, erzählt sie. Einrichtungen wie die Founders Foundation weckten dagegen Spaß auf Selbstständigkeit.

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