Wiesenbad hat am Maifeiertag die Saison eröffnet Zehn Grad Luft, 26 Grad Wasser

Bielefeld (WB/sas). Das Thermometer zeigt knapp zehn Grad Außentemperatur. Eigentlich etwas zu kühl, um schwimmen zu gehen. Eigentlich. Denn ganz Unerschrockene haben sich am Mittwoch nicht davon abhalten lassen, die Badesaison im Wiesenbad zu eröffnen.

Gabriele Petersmann und Karin Orth-Hesener vergewissern sich: Das Thermometer von Barbara Stüssel zeigt 26 Grad.
Gabriele Petersmann und Karin Orth-Hesener vergewissern sich: Das Thermometer von Barbara Stüssel zeigt 26 Grad. Foto: Sabine Schulze

Wenige Minuten vor dem Einlass um 9 Uhr hat sich schon eine kleine Schlange an der Kasse des Bades, das traditionell als erstes in die Saison startet, gebildet. Es ist der harte Kern derer, die regelmäßig ihre Bahnen ziehen oder die Entspannung im Wasser genießen möchten. Und es dauert kaum eine Minute nach der Eröffnung, da sind die ersten Schwimmer im Wasser.

»Es hat ja auch angenehme 26 Grad«, wirbt Betriebsleiter Louis Schröter, der seit 2004 hier arbeitet. 100 Meter lang und 25 Meter breit ist das Becken, unterteilt in einen Bereich für die Schwimmer, die Meter machen wollen, einen weiteren mit Whirlpool zum lockeren Paddeln und zum Entspannen, und in den Fun-Bereich mit Sprungturm, Rutsche und geschwungenem Strömungskanal.

Frische 15 Grad im Spaß-Bereich

Der Spaßbereich allerdings ist durch eine Barriere abgetrennt, hier hat es »frische 15 Grad«, wie Schröter schmunzelnd anmerkt. Es gilt, Energie zu sparen; erst wenn die Außen- und Nachttemperaturen und damit die Besucherzahlen höher sind, wird auch hier das Wasser aufgeheizt.

Einige Unerschrockene hält das nicht davon ab, auch hier Runden zu drehen. Damit die 15 Grad Wassertemperatur nicht als gar so kalt empfunden werden, stellt Barbara Stüssel im Strömungskanal die Strudelanlage an. »Der Effekt ist, als ob man in Wildwasser schwimmt. Das kommt einem nicht so kalt vor.« Gleichwohl: Der eine oder andere hält probehalber einen Zeh in den kühleren Bereich und verzichtet. Andere wiederum wie Thomas Bünemann warten bei einer Tasse Kaffee gelassen ab, bis die »Hardcore-Schwimmer« draußen seien: »Dann wird es leerer.« Immerhin: In der ersten halben Stunde wurden im Wiesenbad bereits 110 Schwimmer gezählt.

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