Spezialisten untersuchen Ladung – stundenlange Sperrung am Kreuz Bielefeld – mit Video
Gefahrguttransporter verunglückt: A2 ist wieder frei

Bielefeld (WB/cm/fs). Auf der A2 am Kreuz Bielefeld ist am Freitagmorgen ein Lkw mit Anhänger aus Herford verunglückt. Die Autobahn in Fahrtrichtung Hannover wurde aufgrund der Bergungsmaßnahmen zwischen dem Kreuz Bielefeld und der Abfahrt Bielefeld Süd für mehrere Stunden gesperrt. Die gefährliche Ladung ist mittlerweile geborgen und die Autobahn wieder frei, hieß es am Freitagnachmittag.

Freitag, 05.04.2019, 06:12 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 20:12 Uhr
Mit speziellen Schutzanzügen überprüft ein Einsatztrupp der Feuerwehr die Ladung des verunglückten Lkw-Anhängers. Foto: Christian Müller

Unfall auf der A2 bei Bielefeld

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Der polnische Fahrer des Lkw soll ersten Erkenntnissen zufolge um 4 Uhr von der A33 kommend auf die A2 aufgefahren sein. Noch auf dem Beschleunigungsstreifen sei dann der Lkw samt Anhänger aus bislang ungeklärter Ursache nach rechts von der Fahrbahn abgekommen. Das Triebfahrzeug wurde von der Leitplanke aufgehalten. Der Anhänger stürzte im unbefestigten Seitenstreifen auf die rechte Seite. Er drohte zunächst eine hinter der Leitplanke liegende Böschung hinunterzustürzen.

90 Einsatzkräfte vor Ort

Die Feuerwehr war mit 90 Einsatzkräften vor Ort. Ersten Angaben zufolge sollte der Lkw Gefahrgut in flüssiger Form geladen haben. Deshalb standen auch diverse Spezialfahrzeuge bereit, um gegebenenfalls schnell eingreifen zu können. Bei dem Gefahrgut sollte es sich laut Polizeiangaben um säurehaltige Verbindungen und Lacke handeln. Ein Einsatztrupp war deswegen mit speziellen Chemikalienschutzanzügen (CSA) vor Ort und untersuchte die Ladung des Anhängers.

Die in Kartons verpackte Ladung wurde deshalb Stück für Stück aus dem Lkw und dem Anhänger ausgeladen und überprüft.

Wie sich später herausstellte, habe sich in dem umgestürzten Fahrzeugteil entgegen erster Vermutungen kein Gefahrgut befunden. Nur der vordere Teil des Gespanns, der aufrecht stehen geblieben und nahezu unbeschädigt sei, habe chemische Stoffe und Lacke enthalten, sagte ein Sprecher.

Gegen 13 Uhr teilte die Feuerwehr mit, dass die Ladung aus Lkw und Anhänger komplett geborgen worden sei. Die Feuerwehr konnte deshalb den Einsatz beenden und das Großaufgebot an Einsatzkräften reduzieren.

Kran angefordert

Um den Anhänger wieder aufzurichten, wurde ein Kran aus Gütersloh angefordert. Zunächst ging die Polizei davon aus, dass die Bergung vermutlich sogar den ganzen Tag dauern würde. Weil die aber Bergung deutlich schneller voran ging als zunächst gedacht, konnte die A2 um 13.30 Uhr wieder freigegeben werden.

Weil sich der Verkehr auf der A2 zum Teil auf etwa 20 Kilometer staute, empfahl die Polizei am Vormittag den Bereich weiträumig zu umfahren. Wenn möglich, sollten Verkehrsteilnehmer die A2 und die A33 komplett meiden und stattdessen die A44 nutzen. Allerdings waren auch die Ausweichstrecken, beispielsweise die B61, völlig überlastet.

Auf der A33 in Fahrtrichtung Paderborn, zwischen dem Kreuz Bielefeld und Schloß Holte-Stukenbrock, sowie auf der A2 staute es sich bereits kurz nach dem Unfall auf mehreren Kilometern, zeitweise sogar bis Rheda-Wiedenbrück.

Der Lkw-Fahrer blieb unverletzt. Den Sachschaden beziffert die Polizei auf etwa 50.000 Euro.

Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld befürchtet indes, dass der Unfall Auswirkungen auf den Anreise-Verkehr zum Heimspiel am Abend (18.30 Uhr) gegen Erzgebirge Aue haben könnte. Arminia bittet seine Fans deshalb, wenn möglich bei der Anreise auf öffentliche Verkehrsmittel umzusteigen.

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