Innere Ruhe, Sport und Spiel, aber auch die Bitte um Rücksicht auf die Natur
Lust auf Grün

Gadderbaum (WB). 60 Prozent der Fläche der Stadt Bielefeld ist grün: Wald, Felder und Wiesen, Parks und Grünanlagen. Wie Einwohner die »Natur erleben« können, darüber gibt bereits im sechsten Jahr eine Broschüre mit eben dem Titel »Grün erleben« Auskunft.

Freitag, 05.04.2019, 12:00 Uhr aktualisiert: 05.04.2019, 12:08 Uhr
Eric Xhonneaux (mit Harke) und Moritz Hahn, Azubis des Berufsbildungswerkes Bethel, pflegen den Japanischen Garten. Foto: Bernhard Pierel

Der Inhalt ist immer ein anderer, wolle, so Umweltdezernentin Anja Ritschel, aufmerksam machen auf familienfreundliche, sportliche, naturnahe oder auch einfach stille Angebote. Zum Beispiel auf den Japanischen Garten am Lindenhof in Quelle. Auf Initiative der Deutsch-Japanischen Gesellschaft 2003 eröffnet, sei die Anlage, so Vorsitzende Gesa Neuert, »ein Ort innerer Ruhe«. Die Deutsch-Japanische Gesellschaft wünsche sich, dass die Anlage, die man »mit den Augen begeht«, bekannter wird bei den Bielefeldern: »Es lohnt sich!« Die Pflege obliegt Auszubildenden des Berufsbildungswerkes Bethel.

»Die Ochsenheide ist keine Hundewiese«

Anja Ritschel ist es wichtig, dass – auch durch die Broschüre – ein Bewusstsein auch dafür geweckt werde, die Natur rücksichtsvoll zu behandeln. Sie nennt als Beispiel die Ochsenheide, der in der Broschüre auch ein Kapitel gewidmet ist, das klar macht, dass der Bereich Naturschutzgebiet ist, dort Enzian, Kaisermantel oder Flockenblume seltene Schmetterlinge anlocken. Es gelte jedoch, Regeln zu beachten. Ritschel: »Die Ochsenheide ist keine Hundewiese.«

Hundekot machten das Mähgut ungeeignet für die Verfütterung, Buddellöcher zerstörten die Pflanzen und Stöckchen, die geworfen wurden, müssten vor dem Mähen per Hand aufgelesen werden. Jetzt, vor Beginn der warmen Jahreszeit, fürchtet Anja Ritschel, würden vermutlich auch wieder Grünanlagen wie Bürgerpark oder Heeper Fichten vermüllt. Das Grün im öffentlichen Raum stände allen zur Verfügung, alle müssten aber auch dazu beitragen, dass es Erholungsstätte bleibe.

Platz in der Broschüre hat auch die im Bau befindliche Calesthenics-Anlage auf dem Kesselbrink – eine Art für die Nutzer kostenloses Fitness-Studio unter freiem Himmel mit 14 Stationen von der Handstandwand bis zur Crossfit-Bar. Der Ems-Lutter-Wanderweg wird beschrieben, das »Bergnoize«-Festival auf dem Johannisberg am 6. Juli, der Ost-West-Grünzug in Sennestadt und der Landschaftspflegehof Ramsbrock und dessen Pläne mit der Anlage von Färber- und Gemüsegarten mit Küchenkräutern, Gemüsebeeten, Heilpflanzen.

Karte mit allen Bolz- und Spielplätzen

Außerdem gibt es eine Karte, auf der alle Bolz- und Spielplätze in Bielefeld verzeichnet sind: 99 an der Zahl zwischen Süd und Nord, Ost und West – von dem an der Sprungbachstraße in Sennestadt und dem am Peppmeierssiek in Jöllenbeck, dem am Wasserbehälter in Heepen und dem Am Dinkelfeld in Senne. Außerdem sind rund 300 »Draußen-Termine« aufgelistet.

Nicht zuletzt soll die Broschüre dazu beitragen, dass »versteckte Höhepunkte«, so Martin Wörmann, Leiter des Umweltamtes, »bei den Bielefeldern bekannter werden. Zu diesen »versteckten Höhepunkten« gehöre eben auch der Japanische Garten. Einen Tipp gibt es für alle, die einen Anlass brauchen, um zum Japanischen Garten zu fahren: Am 8. und 9. Juni, dem Pfingstwochenende, beteiligt sich die Anlage am »Tag der Gärten und Parks in Westfalen-Lippe«. Motto: »Gartengeheimnisse«.

Die Broschüre »Natur erleben« hat eine Auflage von 10.000 Exemplaren und ist kostenlos zu haben unter anderen in den Bürgerberatungen, der Tourist-Information und den Info-Punkten Sparrenburg und Johannisberg.

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