Ingolf Lück, Faisal Kawusi und Kollegen begeistern 500 Besucher beim 3. Comedy-Kino in Bielefeld
Klamauk im Kinosaal

Bielefeld (WB). Sie werden umlagert wie Popstars, jeder versucht ein Foto mit seinem Liebling zu machen oder ein Autogramm zu bekommen. Die sieben Comedians und Kabarettisten, die beim inzwischen dritten »Comedy-Kino« im Cinemaxx auftraten, waren auch außerhalb der Bühne heiß begehrt.

Donnerstag, 04.04.2019, 03:00 Uhr
Ingolf Lück (von links) und Frank Katzmarek führten als Duo moderierend durch den Abend mit Michael Birkenfeld, Lutz von Rosenberg Lipinsky, Oliver Beerhenke, Patrizia Moresco und Faisal Kawusi. Foto: Kerstin Panhorst

Ingolf Lück, Oliver Beerhenke, Faisal Kawusi, Frank Katzmarek, Patrizia Moresco, Michael Birkenfeld und Lutz von Rosenberg Lipinsky traten ohne Gage zugunsten der Herforder »Stiftung Augenblicke« im Cinemaxx Bielefeld auf und wurden dafür von den 500 Zuschauern im ausverkauften Kinosaal frenetisch gefeiert.

Die »Stiftung Augenblicke« hilft seit Jahren Kindern mit einem Hydrozephalus (Wasserkopf) oder einer Spina bifida (offener Rücken) und unterstützt Familien im gesamten Bundesgebiet.

Dialog mit dem Publikum

Die Idee zum Comedy-Kino stammt vom stellvertretenden Vorsitzenden der Stiftung, dem Bielefelder Frank Katzmarek. Der Zauberer und Comedian moderierte gemeinsam mit Stiftungs-Schirmherr Ingolf Lück die Veranstaltung und brachte dem aus der Sat1-Wochenshow bekannten Fernsehstar ein klein wenig Zauberei bei. Der gebürtige Bielefelder Ingolf Lück zeigte sich unterdessen als charmanter und witziger Gastgeber, der voll des Lobes für seine Kollegen steckt.

Comedy-Kino im Cinemaxx

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Faisal Kawusi sagte er als seinen »Lieblingsafghanen, auch wenn man ihn nicht rauchen kann« an und der Comedian mit afghanischen Wurzeln revanchierte sich sogleich: »Ich liebe deine Nase«. Kawusi, der bei Sat1 eine eigene Show moderiert und ebenso wie Lück schon Teilnehmer der RTL-Show »Let’s dance« war, nahm spontan den Dialog mit dem Publikum auf und verriet ihnen nicht nur seinen kindheitlichen Berufswunsch (»Autoscooter Einparker auf der Kirmes«). Auch kulturelle Vorurteile beschäftigen den 27-Jährigen, der gerne mal gefragt wird, ob seine Schwester ein Kopftuch tragen müsse. »Nein«, lautet Kawusis Antwort, »die darf eh nicht raus.«

Eine, die sich von solchem Machogehabe unbeeindruckt zeigt, stand mit Patrizia Moresco auf der Bühne. Die gebürtige Italienerin kommt nämlich gut ohne Partner aus: »Irgendwann kommt für jede Frau die Entscheidung Hund oder Mann. Dann ist die Frage lass ich mir den Teppich ruinieren oder das ganze Leben?«. Genauso kritisch betrachtet die frühere Frontfrau der Comedygruppe »Shy guys« auch die Entwicklung der Lebensindustrie, von lactosefrei überbio bis zu vegan. »Selbst Frauen mit aufgespritzten Lippen essen nur noch ungespritztes Gemüse«, erzählt die 61-Jährige.

Mit heldenhaften Piloten und absurden Sprüchen aus dem Cockpit sowie seinem eigenen Gewicht beschäftigte sich Oliver Beerhenke.

Schuld sind die Schokoriegel

Erst kürzlich hat sich der Gütersloher eine Star-Wars-Waage gekauft, die ihm in schönster Yoda-Manier zu verstehen gibt »Die Macht wächst groß in dir«. Dabei kann der 49-Jährige gar nichts für sein Übergewicht, schuld sind die Schokoriegel, die ihm früher seine Großmutter zusteckte (»Meine Oma war mein erster Kaloriendealer«). Den Pessimismus der Deutschen und die großen Fragen nach dem Sein (»Wo kommen wir her? Wo gehen wir hin? Und was trinken wir dazu?«) beleuchtete Lutz von Rosenberg Lipinsky. Der gebürtige Gütersloher nahm Weltuntergangsprophezeihungen und ewig »chillende« Jugendliche unter die Lupe und erklärte, warum in Kurorten Comedyprogramme mit dem Wort »Sterben« im Titel eher unbeliebt sind.

Imitator und Star-Parodist Michael Birkenfeld begeisterte unterdessen mit Gesang. Mal als Modern Talking, mal als Udo Lindenberg oder Heino oder sogar als fünfköpfige Boygroup zeugte der einst von Rudi Carrell entdeckte Künstler Ausschnitte aus seinem Repertoire, das mehr als 80 berühmte nationale und internationale Persönlichkeiten umfasst. Vor allem mit seiner »Mengroup« aus Frank Sinatra, Elvis und Louis Armstrong sowie einem Duett als Julio Iglesias mit dem dank Gretchenperücke zu Willi Nelson gestylten Frank Katzmarek wusste auch er das Publikum zu begeistern.

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