Drohung über Notruf – Noch keine Hinweise auf potenziellen Täter – mit Videos
Bombenalarm in der City – Polizei beendet Durchsuchungen ohne Fund

Bielefeld (WB/hz/MiS/cbr). Die Durchsuchung des Bielefelder Rathauses nach der Bombendrohung von Mittwochnachmittag hat die Polizei am Abend gegen 22.40 Uhr ohne Fund abgeschlossen. Die gesperrten Bereiche sind wieder freigegeben.

Mittwoch, 03.04.2019, 23:30 Uhr aktualisiert: 04.04.2019, 16:16 Uhr
Die Polizei vor Ort am Rathaus. Foto: Jens Heinze

Hinweise auf einen potenziellen Täter hätten sich nicht ergeben, sagte eine Polizeisprecher am Donnerstagmorgen. Spezialeinheiten der Polizei hatten gegen 18.40 Uhr damit begonnen, jeden Raum des Neuen Rathauses sowie die Parkgarage nach verdächtigen Gegenständen zu durchsuchen. Dabei waren neben Spezialeinheiten auch Sprengstoffspürhunde und Beamte der Einsatzhundertschaft im Einsatz. Das Areal um die Verwaltungszentrale war von den Beamten weiträumig abgesperrt worden.

Bombenalarm in der Bielefelder City

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Foto: Jens Heinze
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  • Foto: Sabine Schulze
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  • Foto: Bernhard Pierel
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Gegen 16.50 Uhr hatte die Polizei über den Notruf einen Hinweis aus dem Rathaus erhalten, dass dort telefonisch eine Bombendrohung eingegangen sei. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich noch eine Reihe Rathaus-Beschäftigte sowie die Politiker des Hauptausschusses in dem Gebäude. Auch Polizeipräsidentin Katharina Giere war anwesend, wollte – kurioser Zufall – vor den Politikern über das Thema Sicherheit in Bielefeld berichten.

Zuvor war für die McDonald’s Filiale am Jahnplatz ebenfalls eine Bombendrohung eingegangen. Die Polizei Bielefeld hatte daraufhin den Schnellimbiss geräumt und weiträumig abgesperrt. Eine anschließende Überprüfung verlief negativ, so dass das Schnellrestaurant um 17.50 Uhr wieder öffnen konnte.

Großes Sperrgebiet am Niederwall

Rund ums Rathaus war das Sperrgebiet im Laufe des Abends deutlich ausgeweitet worden: vom Stadttheater bis zum »Pizzahut« am Jahnplatz. Die Polizei hatte Spezialeinheiten und Sprengstoffspürhunde für die Durchsuchung des Rathauses angefordert.

Der Niederwall war in beide Richtungen gesperrt. Auch angrenzende Nebenstraße, wie der Altstädter Kirchplatz, konnten nicht befahren werden.

Um 21.01 Uhr twitterte die Polizei Bielefeld: »Wir können bislang weiterhin eine Ernsthaftigkeit der #Bombendrohung im #Rathaus nicht ausschließen, daher dauern die Durchsuchungsmaßnahmen mit Spezialeinheiten und Spürhunden und die weiträumigen Absperrungen an.« Später, gegen 22:43 Uhr der nächste Tweet: »Das #Parkhaus #Rathaus ist ab sofort frei gegeben. Alle Besitzer können ab sofort ihre Autos aus der Tiefgarage fahren. #Bombendrohung.«

Um 23.10 Uhr meldete die Polizei, dass die Durchsuchungen im Rathaus ohne Fund gegen 22.40 Uhr abgeschlossen worden waren. Spezialeinheiten der Polizei hatten gegen 18.40 Uhr damit begonnen, jeden Raum des Neuen Rathauses sowie die Parkgarage nach verdächtigen Gegenständen zu durchsuchen. Dabei waren neben Spezialeinheiten auch Sprengstoffspürhunde und Beamte der Einsatzhundertschaft im Einsatz.

Kein Hinweis auf Täter

Parallel zu den Durchsuchungen liefen Ermittlungen zur Verifizierung der Ernsthaftigkeit der Bombendrohung, zur Ermittlung des Anrufers und zu den Hintergründen der Drohung. Demnach sei eine Durchsuchung des Alten Rathauses nicht mehr erforderlich. Die Polizei leitete ein Strafverfahren wegen Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten gegen Unbekannt ein. Die Ermittlungen dauern an.

Nach Abschluss der Durchsuchungsmaßnahmen wurde auch die Tiefgarage »Neues Rathaus« um 22.40 Uhr wieder freigegeben, so dass alle Besitzer ihre Fahrzeuge ab diesem Zeitpunkt aus der Tiefgarage fahren konnten.

Vergangene Woche sind in mehreren deutschen Städten Rathäuser und Verwaltungsgebäude nach Droh-Nachrichten evakuiert worden. Gefunden wurde nichts. Betroffen waren Augsburg, Göttingen, Kaiserslautern, Chemnitz, Neunkirchen im Saarland und Rendsburg in Schleswig-Holstein.

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